Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln
Nachtisch

Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln

Dieser klassische Apfelkuchen mit gehobelten Mandeln ist wunderbar saftig, buttrig und aromatisch. Dünne Apfelspalten verteilen sich im gesamten Teig und sorgen dafür, dass beinahe jeder Bissen fruchtig schmeckt. Die Mandeln auf der Oberfläche werden beim Backen leicht geröstet und bilden einen angenehmen Kontrast zur weichen Kuchenkrume.

Der Kuchen wird als klassischer Rührkuchen zubereitet. Für ein besonders lockeres Ergebnis werden Butter und Zucker mehrere Minuten aufgeschlagen. Anschließend kommen die Eier einzeln dazu, bevor die trockenen Zutaten vorsichtig eingearbeitet werden.

Das Rezept ergibt eine relativ große Menge Teig. Deshalb empfehle ich eine rechteckige Backform oder ein tiefes Backblech von ungefähr 23 × 33 cm. In einer kleinen Springform wäre der Kuchen sehr hoch und müsste deutlich länger backen.

Rezeptübersicht

  • Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten
  • Backzeit: ca. 35–45 Minuten
  • Abkühlzeit: ca. 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Portionen: 16 Stücke
  • Backform: rechteckige Form, ca. 23 × 33 cm
  • Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

Für den Teig

  • 400 g Weizenmehl, Type 405 oder Type 550
  • 6 g Backpulver, etwa 1½ gestrichene TL
  • 8 g Vanillezucker, etwa 1 Päckchen
  • 300 g weiche Butter
  • 300 g Zucker
  • 4 Eier, Größe L, zusammen ca. 220–240 g ohne Schale
  • 1 Prise Salz, ca. 1 g
  • 4 mittelgroße Äpfel, ca. 700–800 g vor dem Schälen beziehungsweise ca. 550–650 g vorbereitet

Für die Oberfläche

  • 30 g gehobelte Mandeln

Für die Backform

  • 10 g Butter oder etwas neutrales Pflanzenöl
  • 1 Bogen Backpapier

Optional

  • 10 ml Zitronensaft für die Äpfel
  • ½ TL gemahlener Zimt
  • etwas Puderzucker zum Servieren

Welche Äpfel eignen sich am besten?

Für diesen Kuchen sollten möglichst feste Äpfel verwendet werden. Sie behalten beim Backen ihre Form und geben nicht zu viel Flüssigkeit an den Teig ab.

Besonders gut geeignet sind:

  • Braeburn
  • Boskoop
  • Elstar
  • Granny Smith
  • Jonagold
  • Pink Lady

Sehr weiche oder mehlige Äpfel können beim Backen zerfallen. Dadurch wird der Kuchen zwar saftig, die Apfelstücke sind später jedoch weniger deutlich zu erkennen.

Eine Mischung aus einer süßen und einer säuerlichen Sorte schmeckt besonders ausgewogen.

Ausführliche Schritt-für-Schritt-Zubereitung

1. Zutaten auf Zimmertemperatur bringen

Butter und Eier etwa 30–45 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Die Butter sollte weich, aber nicht geschmolzen sein. Wenn Sie mit einem Finger daraufdrücken, sollte eine leichte Vertiefung entstehen. Die Butter darf jedoch nicht ölig aussehen oder auseinanderlaufen.

Zimmerwarme Eier verbinden sich leichter mit der aufgeschlagenen Butter. Sehr kalte Eier können dazu führen, dass die Buttermasse gerinnt.

Schnelle Methode für kalte Eier

Die Eier für etwa 5–10 Minuten in eine Schüssel mit handwarmem Wasser legen. Verwenden Sie kein heißes Wasser.

Schnelle Methode für harte Butter

Die Butter in kleine Würfel schneiden und mit etwas Abstand auf einen Teller legen. So wird sie schneller weich.

Die Butter nicht vollständig in der Mikrowelle schmelzen. Flüssige Butter kann beim Aufschlagen keine Luft einschließen und ergibt einen kompakteren Kuchen.

2. Backofen vorheizen

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft reichen 160 °C aus.

Den Backrost auf die mittlere Schiene setzen.

Der Backofen sollte seine Temperatur vollständig erreicht haben, bevor der Kuchen hineingestellt wird. In einem nicht ausreichend heißen Ofen kann die Butter schmelzen, bevor das Backpulver wirkt. Dadurch wird der Kuchen flacher und schwerer.

3. Backform vorbereiten

Eine rechteckige Backform von ungefähr 23 × 33 cm dünn mit Butter oder neutralem Öl einfetten.

Den Boden und möglichst auch zwei gegenüberliegende Seiten mit Backpapier auslegen. Das Papier an den Seiten etwas überstehen lassen. So kann der fertige Kuchen später leichter aus der Form gehoben werden.

Die beiden nicht mit Backpapier bedeckten Seiten ebenfalls sorgfältig einfetten.

Profi-Tipp

Das Backpapier kurz zerknüllen und anschließend wieder glatt streichen. Dadurch wird es flexibler und lässt sich leichter in die Ecken der Form drücken.

Alternative Formgrößen

Eine Form von etwa 24 × 34 cm funktioniert ebenfalls.

In einer Springform mit 26 cm Durchmesser wird der Kuchen deutlich höher. Die Backzeit kann sich dann auf ungefähr 50–60 Minuten verlängern.

4. Äpfel vorbereiten

Die Äpfel waschen, schälen und vierteln. Das Kerngehäuse vollständig entfernen.

Die Apfelviertel anschließend in dünne Spalten von etwa 3–5 mm Dicke schneiden.

Die Spalten sollten möglichst gleichmäßig sein. Dünne Apfelstücke garen gleichzeitig und verteilen sich leichter im Teig. Sehr dicke Stücke können im Inneren fest bleiben und viel Feuchtigkeit abgeben.

Die vorbereiteten Äpfel nach Wunsch mit 10 ml Zitronensaft vermischen. Der Zitronensaft verhindert, dass die Schnittflächen während der weiteren Zubereitung stark braun werden.

Wichtig

Die Apfelstücke nicht in Wasser legen. Sie nehmen dabei zusätzliche Feuchtigkeit auf, die später in den Kuchenteig gelangt.

Sind die Äpfel außergewöhnlich saftig, können die Spalten vorsichtig mit Küchenpapier abgetupft werden.

5. Trockene Zutaten vorbereiten

Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz in eine separate Schüssel sieben.

Anschließend alles mit einem Schneebesen mindestens 20 Sekunden gründlich vermischen.

Das Sieben entfernt Klümpchen und lockert das Mehl. Noch wichtiger ist jedoch, dass sich das Backpulver gleichmäßig verteilt. Befindet sich zu viel Backpulver an einer Stelle, kann der Kuchen unregelmäßig aufgehen oder stellenweise bitter schmecken.

Optional kann jetzt auch ½ TL Zimt untergemischt werden.

Küchengeheimnis

Ein Schneebesen verteilt Backpulver und Vanillezucker besser als ein normaler Löffel. Führen Sie den Schneebesen auch über den Boden und an den Rändern der Schüssel entlang.

6. Butter kurz glatt rühren

Die weiche Butter in eine große Rührschüssel geben.

Mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine etwa 30 Sekunden auf mittlerer Stufe glatt rühren.

Dieser kurze erste Schritt verhindert, dass später größere Butterstücke in der Zucker-Batter-Masse zurückbleiben.

7. Butter und Zucker cremig schlagen

Den Zucker portionsweise zur Butter geben.

Butter und Zucker anschließend etwa 4–5 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe aufschlagen.

Die Masse sollte:

  • heller werden,
  • deutlich an Volumen gewinnen,
  • luftig und cremig aussehen,
  • keine großen Butterstücke mehr enthalten.

Nach etwa zwei Minuten das Gerät ausschalten und den Rand sowie den Boden der Schüssel mit einem Teigschaber abstreifen. Danach weiterschlagen.

Warum das Aufschlagen wichtig ist

Die Zuckerkristalle erzeugen kleine Luftkanäle in der weichen Butter. Diese eingeschlossene Luft dehnt sich im heißen Backofen aus und unterstützt das Backpulver.

Wird Butter mit Zucker nur kurz vermischt, fällt die Krume meist dichter und schwerer aus.

Auf die Temperatur achten

Die Buttermasse darf während des Schlagens nicht flüssig oder ölig werden. Ist die Küche sehr warm und beginnt die Masse zu glänzen, die Schüssel für etwa 5–10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

8. Eier einzeln einarbeiten

Das erste Ei zur Butter-Zucker-Masse geben.

Etwa 30–40 Sekunden auf mittlerer Stufe rühren, bis das Ei weitgehend eingearbeitet ist. Erst danach das nächste Ei hinzufügen.

Diesen Vorgang mit allen vier Eiern wiederholen.

Nach jedem zweiten Ei den Rand und den Boden der Schüssel mit dem Teigschaber abstreifen.

Warum die Eier einzeln hinzugefügt werden

Butter besteht überwiegend aus Fett, während Eier einen hohen Wasseranteil besitzen. Werden alle Eier gleichzeitig hinzugefügt, kann sich die Mischung nur schwer verbinden.

Durch die schrittweise Zugabe entsteht eine stabilere und gleichmäßigere Masse.

Was tun, wenn die Masse gerinnt?

Die Mischung kann flockig oder grisselig aussehen, wenn die Eier zu kalt waren oder zu schnell hinzugefügt wurden.

In diesem Fall 1–2 EL der vorbereiteten Mehlmischung einrühren. Die Masse muss nicht vollkommen glatt werden. Meist verbindet sie sich nach Zugabe des restlichen Mehls wieder.

9. Trockene Zutaten einarbeiten

Die Geschwindigkeit des Rührgeräts auf die niedrigste Stufe reduzieren.

Die trockenen Zutaten in zwei oder drei Portionen zur Butter-Eier-Masse geben. Nach jeder Portion nur kurz rühren.

Beenden Sie das Rühren, sobald nur noch wenige Mehlspuren zu sehen sind.

Den restlichen Teig anschließend mit einem Teigschaber vorsichtig vom Boden nach oben heben, bis die Masse gleichmäßig ist.

Nicht zu lange rühren

Sobald Mehl mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, beginnt sich Gluten zu bilden. Zu langes und zu kräftiges Rühren kann die Krume fest, zäh oder leicht gummiartig machen.

Der fertige Teig ist relativ dick, cremig und fällt schwer vom Teigschaber.

Falls der Teig sehr fest wirkt

Die Konsistenz hängt unter anderem von der Eiergröße und vom Mehl ab. Ist der Teig ungewöhnlich trocken und kaum zu verstreichen, können 15–30 ml Milch hinzugefügt werden.

Die Flüssigkeit nur esslöffelweise ergänzen. Die Äpfel geben während des Backens ebenfalls Feuchtigkeit ab.

10. Apfelspalten unterheben

Etwa drei Viertel der Apfelspalten zum Teig geben. Den Rest für die Oberfläche zurückbehalten.

Die Äpfel mit einem großen Teigschaber vorsichtig unterheben:

  1. Den Teigschaber am Schüsselrand nach unten führen.
  2. Teig vom Boden nach oben heben.
  3. Die Schüssel ein wenig drehen.
  4. Den Vorgang wiederholen.

Nur so lange arbeiten, bis die Apfelstücke gleichmäßig verteilt sind.

Nicht mit dem Handrührgerät arbeiten

Das Rührgerät kann dünne Apfelspalten zerbrechen und den Teig unnötig lange bearbeiten.

Äpfel gleichmäßig verteilen

Kontrollieren Sie besonders den Boden der Schüssel. Dort sammeln sich häufig schwere Apfelstücke, während der obere Bereich fast nur Teig enthält.

11. Teig in die Form geben

Den Teig in die vorbereitete Backform füllen.

Mit einem Teigschaber gleichmäßig bis in die Ecken verteilen und die Oberfläche glatt streichen.

Die Form ein- bis zweimal vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen. Dadurch schließen sich größere Hohlräume.

Nicht zu kräftig klopfen, da sonst ein Teil der beim Aufschlagen eingeschlossenen Luft entweicht.

12. Oberfläche mit Äpfeln belegen

Die zurückbehaltenen Apfelspalten dekorativ auf der Oberfläche verteilen.

Die Spalten nur leicht in den Teig drücken. Sie sollten noch gut sichtbar bleiben, aber ausreichend Kontakt mit der Teigoberfläche haben.

Die Äpfel können in Reihen, fächerförmig oder leicht überlappend angeordnet werden.

Für ein gleichmäßiges Backergebnis

Die Apfelspalten nicht zu dicht übereinanderlegen. Mehrere Schichten übereinander geben viel Feuchtigkeit ab und können verhindern, dass der Teig darunter richtig durchbackt.

13. Mandelblättchen aufstreuen

Die gehobelten Mandeln gleichmäßig über den Kuchen streuen.

Mit der flachen Hand oder der Rückseite eines Löffels ganz leicht andrücken. Dadurch haften die Mandeln besser an der Oberfläche und fallen nach dem Backen nicht sofort herunter.

Nicht kräftig drücken, da die Mandeln sonst im Teig verschwinden.

Ohne Mandeln

Die Mandeln können ersatzlos weggelassen werden. Alternativ eignen sich:

  • gehackte Haselnüsse,
  • gehackte Walnüsse,
  • Mandelstifte,
  • grob gehackte Pekannüsse.

14. Kuchen backen

Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen.

Den Kuchen etwa 35–45 Minuten backen.

Die Backofentür während der ersten 30 Minuten geschlossen lassen. Ein früher Temperaturabfall kann dazu führen, dass die Mitte einsinkt.

Ab Minute 30 sollte der Kuchen regelmäßig kontrolliert werden.

Weshalb die Backzeit variieren kann

Die genaue Backzeit hängt ab von:

  • der Größe der Backform,
  • der tatsächlichen Ofentemperatur,
  • der Saftigkeit der Äpfel,
  • der Dicke der Apfelspalten,
  • der Höhe des Teigs.

In einer flachen, breiten Form kann der Kuchen bereits nach 35 Minuten fertig sein. In einer etwas kleineren Form kann er 45 Minuten oder länger benötigen.

15. Bräunung kontrollieren

Werden die Mandeln oder die Oberfläche zu schnell dunkel, den Kuchen locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie abdecken.

Die Abdeckung nicht fest auf den Kuchen drücken. Sie soll lediglich die direkte Hitze von der Oberfläche abschirmen.

Mandeln können innerhalb weniger Minuten von goldbraun zu dunkelbraun wechseln. Kontrollieren Sie sie deshalb besonders gegen Ende der Backzeit.

16. Garprobe durchführen

Einen dünnen Holzspieß in eine Stelle in der Kuchenmitte stecken, an der sich möglichst kein großes Apfelstück befindet.

Der Kuchen ist fertig, wenn:

  • kein flüssiger Teig am Spieß haftet,
  • nur wenige feuchte Krümel zurückbleiben,
  • die Oberfläche bei leichtem Druck zurückfedert,
  • der Rand hellgolden bis goldbraun ist,
  • sich der Kuchen leicht vom Formrand löst.

Apfelsaft am Holzspieß darf nicht mit rohem Kuchenteig verwechselt werden. Flüssiger Teig ist cremig und undurchsichtig, während Apfelsaft eher klar und feucht erscheint.

Kerntemperatur

Mit einem Küchenthermometer sollte die Temperatur im Inneren ungefähr 94–97 °C betragen.

17. Kuchen in der Form abkühlen lassen

Die Form aus dem Backofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen.

Den Kuchen zunächst etwa 15–20 Minuten in der Form ruhen lassen.

Direkt nach dem Backen ist die Krume noch weich und empfindlich. Würde der Kuchen sofort herausgehoben, könnte er brechen.

18. Kuchen aus der Form nehmen

Mit einem dünnen Messer vorsichtig an den nicht mit Backpapier ausgelegten Seiten entlangfahren.

Den Kuchen anschließend mithilfe des überstehenden Backpapiers aus der Form heben und auf das Kuchengitter setzen.

Das Backpapier an den Seiten etwas lösen, damit Wasserdampf entweichen kann.

Warum der Kuchen nicht vollständig in der Form auskühlen sollte

In der warmen Form kann sich am Boden Kondenswasser sammeln. Dadurch wird die Unterseite möglicherweise feucht oder klebrig.

19. Vollständig auskühlen lassen

Den Kuchen vor dem Anschneiden noch mindestens 30–45 Minuten auf dem Kuchengitter abkühlen lassen.

Während des Abkühlens verteilt sich die Feuchtigkeit aus den Äpfeln gleichmäßig in der Krume. Der Kuchen wird stabiler und lässt sich sauberer schneiden.

Ein leicht warmer Apfelkuchen schmeckt hervorragend, sollte aber nicht unmittelbar nach dem Backen angeschnitten werden.

20. Schneiden und servieren

Den Kuchen mit einem scharfen Messer in 16 Stücke schneiden.

Bei vielen Apfelstücken auf der Oberfläche eignet sich ein Messer mit feinem Wellenschliff besonders gut.

Die Klinge zwischen den Schnitten kurz abwischen. So bleiben die einzelnen Stücke sauber und die weiche Krume wird nicht zusammengedrückt.

Serviervorschläge

Der Apfelkuchen schmeckt pur oder mit:

  • etwas Puderzucker,
  • leicht geschlagener Sahne,
  • Vanillejoghurt,
  • griechischem Joghurt,
  • Vanilleeis,
  • warmer Vanillesoße,
  • einer Prise Zimt.

Dazu passen Kaffee, schwarzer Tee, Kräutertee oder warme Milch.

Chef’s Best Tips

1. Feste Äpfel verwenden

Feste Apfelsorten behalten ihre Struktur und geben weniger Flüssigkeit ab. Sehr weiche Äpfel können im Teig zerfallen und die Krume stellenweise feucht machen.

2. Apfelspalten gleichmäßig schneiden

Gleich dicke Scheiben garen zur selben Zeit. Ideal sind ungefähr 3–5 mm.

3. Butter nicht schmelzen

Für einen lockeren Rührteig muss die Butter weich, aber formstabil sein. Flüssige Butter kann beim Aufschlagen keine Luft einschließen.

4. Butter und Zucker ausreichend lange schlagen

Vier bis fünf Minuten erscheinen lang, verbessern aber Volumen und Krume deutlich. Die Masse sollte sichtbar heller und luftiger werden.

5. Eier einzeln einarbeiten

Diese Methode verhindert, dass die Buttermasse stark gerinnt, und sorgt für eine gleichmäßige Emulsion.

6. Mehl und Backpulver gründlich vermischen

Ungleichmäßig verteiltes Backpulver kann zu großen Luftlöchern, einem schiefen Kuchen oder einem unangenehmen Nachgeschmack führen.

7. Nach der Mehlzugabe nur kurz rühren

Zu langes Rühren entwickelt zu viel Gluten und macht den Kuchen fester. Beenden Sie das Rühren, sobald kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.

8. Nicht zu viele Äpfel hinzufügen

Vier mittelgroße Äpfel sind für diese Teigmenge ausreichend. Eine wesentlich größere Menge kann den Kuchen schwer und in der Mitte zu feucht machen.

9. Mandelblättchen beobachten

Mandeln bräunen schnell. Sobald sie goldbraun sind, sollte die Oberfläche bei Bedarf abgedeckt werden.

10. Die Backform an die Teigmenge anpassen

Für die gesamte Teigmenge eignet sich eine Form von ungefähr 23 × 33 cm. In einer kleineren Form muss die Backzeit verlängert werden.

11. Mit einem Holzspieß an mehreren Stellen prüfen

Da ein Apfelstück den Spieß feucht machen kann, sollte die Garprobe bei Unsicherheit an zwei verschiedenen Stellen durchgeführt werden.

12. Kuchen vor dem Schneiden ruhen lassen

Die heiße Krume ist noch instabil. Nach dem Abkühlen lässt sich der Kuchen sauber schneiden und schmeckt saftiger.

Mögliche Varianten

Apfel-Zimt-Kuchen

1 TL Zimt zu den trockenen Zutaten geben. Nach Wunsch zusätzlich etwas Zimt mit den Mandeln auf der Oberfläche verteilen.

Apfelkuchen mit Rosinen

80 g Rosinen etwa zehn Minuten in warmem Wasser oder Apfelsaft einweichen, gut abtrocknen und zusammen mit den Äpfeln unterheben.

Apfel-Nuss-Kuchen

50–70 g gehackte Walnüsse oder Haselnüsse in den Teig geben.

Apfelkuchen mit Zitrone

Die fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone unter die Butter-Zucker-Masse rühren.

Apfelkuchen mit Marzipan

100 g Marzipanrohmasse grob raspeln und zusammen mit den Äpfeln unterheben. In diesem Fall kann der Zucker auf etwa 250 g reduziert werden.

Aufbewahrung

Den vollständig ausgekühlten Apfelkuchen luftdicht verpacken oder unter einer Kuchenglocke aufbewahren.

  • Bei Raumtemperatur: etwa 2 Tage
  • Im Kühlschrank: etwa 4–5 Tage
  • Im Gefrierschrank: etwa 2–3 Monate

Da Äpfel viel Feuchtigkeit enthalten, sollte der Kuchen bei warmem Wetter im Kühlschrank gelagert werden.

Vor dem Servieren kann ein gekühltes Stück etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Dadurch wird die Butter in der Krume wieder weicher und das Aroma intensiver.

Einfrieren

Den Kuchen am besten in einzelne Stücke schneiden.

Zwischen die Stücke Backpapier legen und alles luftdicht verpacken. So können später einzelne Portionen entnommen werden.

Zum Auftauen die Stücke mehrere Stunden bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank liegen lassen.

Nutrition

Ungefähre Nährwerte pro Stück bei insgesamt 16 Stücken.

Berechnet mit:

  • 400 g Weizenmehl,
  • 300 g Butter,
  • 300 g Zucker,
  • 4 großen Eiern,
  • ca. 600 g vorbereiteten Äpfeln,
  • 30 g gehobelten Mandeln.

Nährwerte pro Stück

  • Energie: ca. 351 kcal
  • Eiweiß: ca. 4,8 g
  • Kohlenhydrate: ca. 44,0 g
  • Davon Zucker: ca. 23,4 g
  • Fett: ca. 17,7 g
  • Ballaststoffe: ca. 1,8 g

Die tatsächlichen Werte können je nach Apfelsorte, Buttermenge für die Form, Eiergröße und Portionsgröße abweichen.

Werden die Mandeln weggelassen, sinken Fett- und Kaloriengehalt geringfügig.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welche Äpfel sind für den Kuchen am besten?

Feste und leicht säuerliche Sorten wie Braeburn, Boskoop, Elstar oder Granny Smith eignen sich besonders gut.

Sehr süße Äpfel können ebenfalls verwendet werden. In diesem Fall kann der Zucker nach Geschmack etwas reduziert werden.

Muss ich die Äpfel schälen?

Nein, die Äpfel können grundsätzlich mit Schale verwendet werden.

Geschälte Äpfel ergeben jedoch eine weichere und feinere Textur. Bei fester oder dicker Schale empfiehlt sich das Schälen.

Kann ich weniger Zucker verwenden?

Ja. Die Zuckermenge kann auf etwa 240–250 g reduziert werden.

Eine stärkere Reduzierung verändert nicht nur die Süße, sondern auch die Feuchtigkeit, Bräunung und Struktur des Kuchens.

Kann ich braunen Zucker verwenden?

Ja. Brauner Zucker kann vollständig oder teilweise verwendet werden.

Der Kuchen erhält dadurch ein leicht karamelliges Aroma und eine etwas dunklere Farbe.

Kann ich die Butter durch Öl ersetzen?

Grundsätzlich ja. 300 g Butter können durch etwa 240 ml neutrales Pflanzenöl ersetzt werden.

Mit Öl kann die klassische Methode des Aufschlagens jedoch nicht verwendet werden. Stattdessen werden Eier und Zucker mehrere Minuten aufgeschlagen und das Öl langsam eingerührt.

Die Konsistenz wird saftig, aber weniger buttrig.

Kann ich Margarine verwenden?

Ja. Verwenden Sie eine feste Backmargarine mit hohem Fettanteil.

Sehr weiche oder fettreduzierte Streichmargarine enthält mehr Wasser und kann die Konsistenz verändern.

Kann ich Dinkelmehl verwenden?

Ja. Dinkelmehl Type 630 kann im Verhältnis 1:1 eingesetzt werden.

Dinkelteig sollte besonders kurz gerührt werden, da er schneller trocken oder bröselig werden kann.

Kann ich Vollkornmehl verwenden?

Bis zur Hälfte des Mehls kann problemlos durch Weizenvollkornmehl ersetzt werden.

Bei 100 % Vollkornmehl wird der Kuchen kompakter und benötigt eventuell 30–50 ml zusätzliche Milch.

Warum ist mein Teig sehr fest?

Mögliche Gründe sind:

  • zu kleine Eier,
  • zu viel Mehl,
  • sehr kalte Butter,
  • fest in einen Messbecher gedrücktes Mehl.

Bei exakt abgewogenen Zutaten kann je nach Mehl 15–30 ml Milch ergänzt werden.

Warum sinken die Äpfel nach unten?

Apfelstücke sinken leichter ab, wenn sie sehr groß, sehr schwer oder besonders nass sind.

Schneiden Sie die Äpfel dünn und tupfen Sie sehr saftige Stücke leicht trocken. Der Teig sollte außerdem nicht zu flüssig sein.

Warum ist mein Kuchen in der Mitte roh?

Mögliche Ursachen sind:

  • eine zu kleine Backform,
  • zu viele oder sehr saftige Äpfel,
  • eine zu kurze Backzeit,
  • eine zu hohe Temperatur, bei der der Rand schneller als die Mitte backt,
  • ein nicht vollständig vorgeheizter Backofen.

Den Kuchen bei starker Bräunung abdecken und weitere 5–10 Minuten backen.

Warum ist der Kuchen trocken?

Der Kuchen wurde möglicherweise zu lange gebacken oder es wurde zu viel Mehl verwendet.

Mehl sollte mit einer Küchenwaage abgewogen werden. Beginnen Sie mit der Garprobe am unteren Ende der angegebenen Backzeit.

Warum ist der Kuchen speckig oder kompakt?

Mögliche Gründe sind:

  • Butter und Zucker wurden nicht lange genug geschlagen.
  • Die Butter war geschmolzen.
  • Die Eier waren sehr kalt.
  • Der Teig wurde nach der Mehlzugabe zu lange gerührt.
  • Der Kuchen wurde zu früh angeschnitten.

Kann ich den Kuchen in einer Springform backen?

Ja. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser kann verwendet werden.

Der Kuchen wird darin höher und benötigt voraussichtlich etwa 50–60 Minuten. Ab Minute 45 regelmäßig kontrollieren und bei starker Bräunung abdecken.

Kann ich Muffins aus dem Teig backen?

Ja. Der Teig ergibt je nach Größe ungefähr 20–24 Muffins.

Die Förmchen nur zu etwa zwei Dritteln füllen und die Muffins bei 180 °C ungefähr 20–25 Minuten backen.

Kann ich gefrorene Äpfel verwenden?

Frische Äpfel sind besser geeignet.

Aufgetaute Äpfel verlieren viel Flüssigkeit und werden weich. Sollen sie dennoch verwendet werden, müssen sie vollständig aufgetaut, gründlich abgetropft und trocken getupft werden.

Kann ich den Kuchen am Vortag backen?

Ja. Der Kuchen bleibt durch die Äpfel mehrere Tage saftig.

Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht verpacken. Am nächsten Tag sind Apfel- und Vanillearoma häufig noch intensiver.

Sind die Mandeln notwendig?

Nein. Sie dienen vor allem als knuspriges Topping und können ersatzlos weggelassen werden.

Bei einer Nussallergie sollte auch geprüft werden, ob andere verwendete Produkte Spuren von Nüssen enthalten.


Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln

Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln

Ein klassischer, buttriger Rührkuchen mit dünnen Apfelspalten und einer knusprigen Mandeloberfläche.

Zutaten

  • 400 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 6 g Backpulver
  • 8 g Vanillezucker
  • 1 g Salz
  • 300 g weiche Butter
  • 300 g Zucker
  • 4 Eier Größe L
  • 4 mittelgroße Äpfel ca. 550–650 g vorbereitet
  • 30 g gehobelte Mandeln
  • 10 g Butter oder etwas Öl für die Form
  • optional 10 ml Zitronensaft
  • optional ½ TL Zimt

Anleitungen
 

  • Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Form von etwa 23 × 33 cm einfetten und mit Backpapier auslegen.
  • Äpfel schälen, entkernen und in 3–5 mm dünne Spalten schneiden. Nach Wunsch mit Zitronensaft vermischen.
  • Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz sieben und gründlich vermischen.
  • Butter kurz glatt rühren. Zucker hinzufügen und alles 4–5 Minuten hell und luftig schlagen.
  • Die Eier einzeln einarbeiten und nach jeder Zugabe gründlich verrühren. Den Schüsselrand regelmäßig abstreifen.
  • Die trockenen Zutaten portionsweise auf niedriger Stufe einarbeiten. Nur so lange rühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
  • Drei Viertel der Apfelspalten vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
  • Den Teig in die Form geben und gleichmäßig verstreichen. Die restlichen Apfelspalten darauf verteilen.
  • Die Oberfläche mit gehobelten Mandeln bestreuen und diese leicht andrücken.
  • Den Kuchen 35–45 Minuten backen. Ab Minute 30 regelmäßig kontrollieren und eine Garprobe durchführen.
  • Bei starker Bräunung die Oberfläche locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie abdecken.
  • Den Kuchen 15–20 Minuten in der Form ruhen lassen. Anschließend herausheben und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.