Diese Apfelkekse sind eine wunderbare Mischung aus weichem Gebäck und kleinen Apfelküchlein. Durch die große Menge frischer Äpfel bleiben sie innen saftig, während die Ränder leicht goldbraun werden. Zimt und Puderzucker sorgen zum Schluss für das klassische Apfelkuchen-Aroma.
Das Rezept ist einfach, aber der Teig ist deutlich dicker als bei klassischen Keksen. Das ist genau richtig. Die vielen Apfelstücke lockern ihn beim Backen auf und geben Feuchtigkeit ab.
Als erfahrener Koch würde ich bei diesem Rezept besonders auf drei Dinge achten: Eier und Zucker wirklich lange genug aufschlagen, die Äpfel klein schneiden und den festen Teig nicht unnötig lange rühren.
Rezeptübersicht
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Backzeit: ca. 20 Minuten pro Blech
Gesamtzeit: ca. 40 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach
Menge: ca. 18–22 Apfelkekse
Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
Backblech: mit Backpapier ausgelegt
Welche Äpfel eignen sich am besten?
Für diese Apfelkekse eignen sich aromatische, eher feste Äpfel besonders gut.
Gute Sorten sind zum Beispiel:
- Elstar
- Braeburn
- Boskoop
- Jonagold
- Pink Lady
Sehr weiche oder extrem saftige Äpfel können den Teig unnötig feucht machen.
Chef-Tipp: Eine leicht säuerliche Apfelsorte ist ideal, weil sie den Zucker im Teig ausbalanciert.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
1. Zutaten vorbereiten
Nehmen Sie die Eier etwa 15–20 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.
Schmelzen Sie die Butter bei niedriger Hitze und lassen Sie sie anschließend etwas abkühlen.
Die Butter darf später noch flüssig, aber nicht heiß sein.
Waschen Sie die Äpfel und legen Sie alle übrigen Zutaten bereit.
Profi-Tipp: Heiße Butter kann die Eiermasse teilweise zusammenfallen lassen. Lassen Sie sie deshalb immer kurz abkühlen.
2. Backofen vorheizen
Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
Bei Umluft reichen etwa 160–165 °C.
Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
Je nach Größe der Kekse benötigen Sie eventuell zwei Bleche.
3. Eier, Salz und Zucker aufschlagen
Geben Sie Eier, Salz und Zucker in eine große Rührschüssel.
Schlagen Sie die Mischung mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine etwa 5 Minuten auf hoher Stufe.
Die Masse sollte:
- deutlich heller werden,
- an Volumen gewinnen,
- cremig und luftig aussehen.
Dieser Schritt ist wichtig, weil die Eiermasse dem ansonsten schweren Apfelteig zusätzliche Lockerheit gibt.
So erkennen Sie den richtigen Punkt: Wenn Sie die Rührbesen anheben, sollte die Masse in einem dicken Band herunterlaufen und kurz auf der Oberfläche sichtbar bleiben.
4. Geschmolzene Butter einrühren
Gießen Sie die leicht abgekühlte Butter langsam zur Eier-Zucker-Mischung.
Rühren Sie dabei auf niedriger Stufe oder mit einem Schneebesen.
Mischen Sie nur so lange, bis die Butter vollständig eingearbeitet ist.
Wichtig: Nicht kräftig weiterschlagen. Die zuvor eingearbeitete Luft soll möglichst erhalten bleiben.
5. Mehl und Backpulver mischen
Geben Sie das Mehl und das Backpulver in eine separate Schüssel.
Vermischen Sie beides gründlich mit einem Schneebesen.
Sie können die Mischung zusätzlich sieben.
Das sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung des Backpulvers und verhindert Mehlklümpchen.
6. Trockene Zutaten einarbeiten
Geben Sie die Mehlmischung portionsweise zur Eier-Butter-Masse.
Rühren Sie zunächst mit einem stabilen Löffel oder Teigschaber.
Der Teig wird schnell sehr dick und fest.
Das ist normal.
Er sollte deutlich steifer sein als klassischer Rührteig und fast wie ein weicher, sehr klebriger Keksteig wirken.
Profi-Tipp: Verwenden Sie ab diesem Punkt besser keinen Handmixer mehr. Der Teig ist sehr fest und lässt sich kontrollierter mit einem Teigschaber mischen.
7. Nicht zu lange rühren
Sobald kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist, hören Sie mit dem Rühren auf.
Zu langes Rühren kann das Gluten im Mehl stärker entwickeln und die Kekse zäher machen.
Der Teig muss nicht vollkommen glatt aussehen.
Äpfel vorbereiten
8. Äpfel schälen oder ungeschält verwenden
Sie können die Äpfel schälen, müssen es aber nicht.
Ohne Schale werden die Kekse besonders weich.
Mit Schale erhalten sie etwas mehr Struktur und Farbe.
Bei sehr dicker oder harter Schale empfehle ich, die Äpfel zu schälen.
9. Kerngehäuse entfernen
Vierteln Sie die Äpfel.
Entfernen Sie Kerngehäuse und Stiele sorgfältig.
Wiegen Sie ungefähr 600 g vorbereitetes Fruchtfleisch ab.
10. Äpfel klein schneiden
Schneiden Sie die Äpfel in kleine Würfel von etwa 0,5–1 cm.
Die Stücke sollten eher klein sein.
Große Apfelstücke machen das Portionieren schwieriger und können dazu führen, dass die Kekse beim Backen auseinanderfallen.
Küchengeheimnis: Je gleichmäßiger die Apfelwürfel geschnitten sind, desto gleichmäßiger garen die Kekse.
11. Äpfel bei Bedarf leicht trocknen
Sind die Äpfel besonders saftig, tupfen Sie die Würfel leicht mit Küchenpapier ab.
Sie müssen nicht trocken sein, aber überschüssiger Saft kann den Teig unnötig weich machen.
Drücken Sie die Äpfel nicht aus.
12. Äpfel unter den Teig heben
Geben Sie die Apfelwürfel zum sehr festen Teig.
Heben Sie sie mit einem stabilen Teigschaber oder Holzlöffel unter.
Anfangs sieht es möglicherweise so aus, als wären es zu viele Äpfel für den Teig.
Das ist bei diesem Rezept richtig.
Arbeiten Sie langsam weiter, bis möglichst alle Apfelstücke dünn mit Teig überzogen sind.
Chef-Tipp: Nicht versuchen, einen glatten klassischen Keksteig herzustellen. Die Apfelstücke sollen sichtbar dominieren.
Kekse formen
13. Teig portionieren
Nehmen Sie pro Keks etwa 1 gehäuften Esslöffel Teig.
Setzen Sie die Portionen mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech.
Die Kekse laufen beim Backen nur wenig auseinander.
Lassen Sie trotzdem etwa 4–5 cm Abstand.
14. Form nur leicht korrigieren
Die Häufchen dürfen rustikal aussehen.
Falls einzelne Apfelstücke weit herausragen, drücken Sie sie leicht in den Teig.
Formen Sie die Kekse nicht zu kompakt.
Eine lockere, unregelmäßige Form sorgt für schöne goldene Ränder.
Backen
15. Apfelkekse backen
Schieben Sie das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens.
Backen Sie die Kekse bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 18–20 Minuten.
Je nach Größe können sie auch 20–22 Minuten benötigen.
Die Kekse sind fertig, wenn:
- die Ränder goldbraun sind,
- die Oberfläche trocken aussieht,
- der Boden leicht gebräunt ist,
- die Mitte nicht mehr roh wirkt.
16. Nicht zu dunkel backen
Da die Kekse viele Äpfel enthalten, bleiben sie innen weich und feucht.
Warten Sie nicht darauf, dass sie komplett trocken werden.
Zu lange gebackene Apfelkekse verlieren ihre saftige Konsistenz.
17. Kurz auf dem Blech abkühlen lassen
Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen.
Lassen Sie die Kekse etwa 5–10 Minuten darauf liegen.
Direkt nach dem Backen sind sie noch weich und empfindlich.
Beim Abkühlen werden sie stabiler.
18. Auf ein Kuchengitter legen
Heben Sie die Kekse vorsichtig mit einem Pfannenwender vom Blech.
Legen Sie sie auf ein Kuchengitter und lassen Sie sie weiter abkühlen.
Puderzucker und Zimt
19. Zimt und Puderzucker mischen
Vermischen Sie Puderzucker mit etwas gemahlenem Zimt.
Beginnen Sie mit etwa:
- 15 g Puderzucker
- ½ TL Zimt
Für ein kräftigeres Zimtaroma können Sie die Menge erhöhen.
20. Kekse bestäuben
Bestäuben Sie die Kekse erst, wenn sie nur noch lauwarm oder vollständig abgekühlt sind.
Auf sehr heißen Keksen würde der Puderzucker sofort schmelzen.
Verwenden Sie am besten ein kleines feines Sieb.
Chef’s Best Tips
1. Eier und Zucker wirklich 5 Minuten schlagen
Das macht einen deutlichen Unterschied bei der Lockerheit.
2. Butter nur lauwarm verwenden
Heiße Butter zerstört einen Teil der eingeschlagenen Luft.
3. Einen sehr festen Teig erwarten
Der Teig soll dick und steif sein. Die Äpfel bringen später zusätzliche Feuchtigkeit.
4. Äpfel klein schneiden
Kleine Würfel verteilen sich besser und garen schneller.
5. Sehr saftige Äpfel leicht abtupfen
So wird der Teig nicht unnötig weich.
6. Nach Zugabe des Mehls nicht überrühren
Das hält die Kekse zarter.
7. Rustikale Häufchen formen
Diese Apfelkekse müssen nicht perfekt rund aussehen.
8. Genügend Abstand lassen
Die Kekse laufen zwar wenig auseinander, brauchen aber etwas Luft rundherum.
9. Nicht zu lange backen
Innen sollen sie weich und saftig bleiben.
10. Zimt-Puderzucker erst am Ende verwenden
So bleibt die Oberfläche dekorativ und trocken.
11. Mit Zitronenschale aromatisieren
Ein wenig Zitronenabrieb macht den Apfelgeschmack frischer.
12. Für mehr Biss Nüsse hinzufügen
Walnüsse oder Mandeln passen sehr gut zu Apfel und Zimt.
Variationen
Mit Walnüssen
Geben Sie 30–40 g gehackte Walnüsse zusammen mit den Äpfeln in den Teig.
Mit Rosinen
Fügen Sie 30 g Rosinen hinzu.
Mit Vanille
Geben Sie 1 TL Vanilleextrakt zur Eiermasse.
Mit Zimt im Teig
Rühren Sie zusätzlich ½ TL Zimt in die Mehlmischung.
Mit Zitronenaroma
Geben Sie die fein abgeriebene Schale einer halben Zitrone zum Teig.
Mit Birnen
Ersetzen Sie einen Teil der Äpfel durch feste Birnen.
Aufbewahrung
Lassen Sie die Apfelkekse vollständig auskühlen.
Bewahren Sie sie anschließend in einem gut verschlossenen Behälter auf.
Bei Raumtemperatur halten sie sich etwa 2 Tage.
Im Kühlschrank bleiben sie etwa 3–4 Tage frisch, werden jedoch etwas fester.
Vor dem Servieren können Sie sie kurz bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Kekse lassen sich auch einfrieren.
Dazu vollständig auskühlen lassen, portionsweise verpacken und bis zu 2 Monate einfrieren.
Nutrition
Die Nährwerte sind ungefähre Durchschnittswerte und hängen von der Größe der Kekse sowie der verwendeten Apfelsorte ab.
Nährwerte pro Keks bei 20 Stück
- Kalorien: ca. 125 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 19 g
- Eiweiß: ca. 2 g
- Fett: ca. 5 g
- Gesättigte Fettsäuren: ca. 3 g
- Zucker: ca. 7 g
- Ballaststoffe: ca. 1 g
- Salz: ca. 0,2 g
FAQ – häufig gestellte Fragen
Warum ist der Teig so fest?
Das ist bei diesem Rezept normal. Die große Menge Äpfel bringt während des Backens Feuchtigkeit in den Teig.
Kann ich weniger Mehl verwenden?
Ich würde die Menge nicht stark reduzieren. Sonst können die Kekse zu weich werden und auseinanderlaufen.
Muss ich die Äpfel schälen?
Nein. Bei dünner Schale können Sie sie ungeschält verwenden.
Welche Äpfel sind am besten?
Feste, leicht säuerliche Sorten wie Elstar, Braeburn oder Boskoop funktionieren besonders gut.
Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja. Sie können die Zuckermenge auf etwa 80 g reduzieren.
Kann ich braunen Zucker verwenden?
Ja. Dadurch bekommen die Kekse eine leicht karamellige Note.
Kann ich Öl statt Butter verwenden?
Ja, die Konsistenz verändert sich jedoch leicht. Verwenden Sie etwa 100 ml neutrales Pflanzenöl.
Warum zerfallen meine Kekse?
Möglicherweise sind die Apfelstücke zu groß oder der Teig enthält zu viel Feuchtigkeit.
Warum sind meine Kekse trocken?
Wahrscheinlich wurden sie zu lange gebacken.
Kann ich Zimt direkt in den Teig geben?
Ja. ½–1 TL passt sehr gut.
Kann ich Nüsse hinzufügen?
Ja. Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse eignen sich hervorragend.
Kann ich die Kekse größer machen?
Ja, aber verlängern Sie dann die Backzeit um einige Minuten.
Kann ich sie kleiner machen?
Ja. Kleine Kekse können bereits nach 15–17 Minuten fertig sein.
Kann ich sie mit Umluft backen?
Ja. Verwenden Sie etwa 160–165 °C und prüfen Sie sie etwas früher.
Kann ich den Teig vorbereiten?
Besser nur kurz vorher. Die Äpfel geben mit der Zeit Flüssigkeit ab und verändern die Konsistenz.
Kann ich die Kekse einfrieren?
Ja. Vollständig ausgekühlt lassen sie sich gut einfrieren.

Saftige Apfelkekse aus dem Ofen
Anleitungen
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Eier, Salz und Zucker etwa 5 Minuten hell und luftig aufschlagen.
- Die leicht abgekühlte geschmolzene Butter langsam einrühren.
- Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen.
- Die trockenen Zutaten portionsweise einarbeiten. Der Teig wird sehr dick und fest.
- Die Äpfel nach Wunsch schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
- Die Apfelwürfel vorsichtig unter den festen Teig heben.
- Pro Keks einen gehäuften Esslöffel Teig auf das vorbereitete Blech setzen.
- Zwischen den Portionen etwa 4–5 cm Abstand lassen.
- Die Kekse bei 180 °C etwa 18–20 Minuten goldbraun backen.
- 5–10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen.
- Anschließend auf ein Kuchengitter legen.
- Puderzucker und Zimt mischen und die abgekühlten Kekse damit bestäuben.
