Brot aus Kichererbsen, roten Linsen und Leinsamen
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Brot aus Kichererbsen, roten Linsen und Leinsamen

Herzhaft, sättigend und ganz ohne klassisches Mehl

Dieses Brot ist genau die Art von Rezept, die ich besonders gern empfehle, wenn du etwas Nahrhaftes, Einfaches und wirklich Alltagstaugliches backen möchtest. Es kommt ohne klassisches Mehl aus, ist reich an pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen und hat eine angenehm saftige, kompakte Krume.

Ich sage dir aber gleich ehrlich, so wie ich es auch einem Anfänger in meiner Küche erklären würde: Das hier ist kein luftiges Hefebrot und auch kein klassisches Weißbrot. Es ist eher ein dichtes, kräftiges, saftiges Saaten-Hülsenfrüchte-Brot, das sich wunderbar in Scheiben schneiden lässt und besonders gut zu herzhaften Aufstrichen, Suppen oder Salaten passt.

Der wichtigste Punkt bei diesem Rezept ist die Vorbereitung. Kichererbsen müssen lange genug einweichen, Linsen ebenfalls, und die Leinsamen brauchen Zeit, um zu quellen. Genau diese drei Schritte sorgen später dafür, dass die Masse bindet und das Brot seine schöne Struktur bekommt.


Zubereitung – Schritt für Schritt

Schritt 1: Die Kichererbsen richtig einweichen

Gib die trockenen Kichererbsen in eine Schüssel und bedecke sie großzügig mit kaltem Wasser. Lasse sie über Nacht oder mindestens 8 Stunden einweichen.

Das ist kein optionaler Schritt, sondern die Grundlage für das ganze Brot. Kichererbsen sind deutlich fester als Linsen und brauchen Zeit, damit sie weich genug zum Mixen werden.

Mein Profi-Tipp

Nimm lieber deutlich mehr Wasser als zu wenig. Die Kichererbsen quellen stark auf und sollen immer vollständig bedeckt bleiben.


Schritt 2: Die roten Linsen einweichen

Gib die roten Linsen in eine zweite Schüssel und bedecke sie mit Wasser. Lasse sie 2 bis 3 Stunden einweichen.

Rote Linsen brauchen nicht so lange wie Kichererbsen, aber ein wenig Einweichzeit verbessert die Textur deutlich.

Warum das wichtig ist

Gut eingeweichte Linsen lassen sich feiner pürieren und geben dem Brot später eine glattere, gleichmäßigere Krume.


Schritt 3: Die Leinsamen quellen lassen

Gib die Leinsamen in eine kleine Schüssel und übergieße sie mit 100 ml kaltem Wasser. Lasse die Mischung 10 bis 15 Minuten stehen.

Die Masse wird deutlich dicker und gelartig. Genau das ist richtig und genau so soll es sein.

Mein Küchengeheimnis

Leinsamen sind hier nicht nur eine Zutat, sondern ein natürlicher Binder. Sie helfen dem Brot, ohne Mehl zusammenzuhalten.


Schritt 4: Alles gründlich abgießen und vorbereiten

Gieße die Kichererbsen und die Linsen nach der Einweichzeit in ein Sieb, spüle sie gründlich ab und lasse sie gut abtropfen.

Das ist ein wichtiger Punkt. Zu viel Restwasser macht die Masse unnötig weich und kann dazu führen, dass das Brot innen zu feucht bleibt.

Mein Rat für Anfänger

Lass die Hülsenfrüchte ruhig ein paar Minuten im Sieb stehen. Lieber etwas trockener als zu nass.


Schritt 5: Die Grundmasse fein mixen

Gib nun die eingeweichten Kichererbsen, die roten Linsen und die gequollenen Leinsamen samt Wasser in einen leistungsstarken Mixer oder in eine Küchenmaschine.

Mixe alles, bis eine dicke, möglichst glatte Masse entsteht.

So sollte die Konsistenz aussehen

Die Masse soll cremig, dicht und gleichmäßig sein. Nicht flüssig, aber auch nicht grob oder krümelig. Eher wie ein sehr dicker Brotteig.

Mein Profi-Tipp

Je feiner du hier arbeitest, desto schöner wird später die Krume. Nimm dir für diesen Schritt wirklich Zeit.

Wenn der Mixer sich schwer tut

Dann schiebe die Masse zwischendurch mit einem Spatel nach unten. Gib nicht sofort mehr Wasser hinzu, sonst wird der Teig zu weich.


Schritt 6: Backpulver, Salz und Gewürze einarbeiten

Gib nun das Backpulver, die Prise Salz und die Gewürze deiner Wahl zur Grundmasse.

Rühre oder mixe nur noch kurz weiter, bis alles gleichmäßig verteilt ist.

Mein Küchengeheimnis

Kreuzkümmel und Knoblauch passen hier besonders gut, wenn du dem Brot mehr Tiefe geben möchtest. Rosmarin oder Thymian machen es eher rustikal und mediterran.


Schritt 7: Die Form vorbereiten

Lege eine kleine rechteckige Backform oder Kastenform mit Backpapier aus oder fette sie leicht mit Öl ein.

Warum das wichtig ist

Dieses Brot ist saftig und eher weich, solange es heiß ist. Mit Backpapier lässt es sich später deutlich leichter und sauberer herausheben.

Mein Profi-Tipp

Lass das Backpapier an den langen Seiten etwas überstehen. Dann kannst du das Brot später wie an kleinen Griffen aus der Form heben.


Schritt 8: Die Masse in die Form geben

Fülle die fertige Masse in die vorbereitete Form und streiche die Oberfläche mit einem Löffel oder Teigschaber glatt.

Du musst die Masse nicht fest hineindrücken. Es reicht, wenn sie gleichmäßig verteilt ist.

Mein Küchen-Hack

Befeuchte den Löffel leicht mit Wasser. Dann bleibt weniger Teig daran kleben und die Oberfläche wird viel glatter.


Schritt 9: Mit Saaten bestreuen

Bestreue die Oberfläche nach Wunsch mit Sesam, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen oder einer Mischung daraus.

Warum das sich lohnt

Die Saaten sehen nicht nur schön aus, sondern geben dem Brot auch mehr Aroma und einen besseren Biss.

Mein Profi-Tipp

Drücke die Saaten ganz leicht an, damit sie beim Schneiden besser halten.


Schritt 10: Backen

Backe das Brot im vorgeheizten Ofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze für etwa 1 Stunde.

Woran du erkennst, dass das Brot fertig ist

  • die Oberfläche ist trocken und leicht goldig
  • die Mitte ist gesetzt
  • ein Holzstäbchen kommt trocken oder mit wenigen Krümeln heraus
  • das Brot fühlt sich oben fest an

Mein Rat als Koch

Wenn das Brot oben schon genug Farbe hat, innen aber noch etwas Zeit braucht, decke es locker mit Backpapier ab und backe es fertig.


Schritt 11: Das Brot richtig abkühlen lassen

Nimm das Brot aus dem Ofen und lasse es zunächst 10–15 Minuten in der Form ruhen. Danach hebst du es vorsichtig heraus und lässt es auf einem Gitter weiter abkühlen.

Dieser Schritt ist sehr wichtig. Direkt nach dem Backen ist das Brot noch weich. Erst beim Abkühlen setzt sich die Struktur vollständig.

Anfängerfehler vermeiden

Nicht heiß anschneiden. Dann wirkt die Krume schnell speckig oder zu feucht, obwohl das Brot eigentlich gelungen ist.


Schritt 12: Anschneiden und servieren

Schneide das Brot erst an, wenn es deutlich abgekühlt ist.

Es schmeckt wunderbar:

  • mit Hummus
  • mit Frischkäse
  • mit Avocado
  • mit Tomaten
  • als Beilage zu Suppe oder Salat
  • leicht getoastet am nächsten Tag

Servier-Idee vom Chef

Leicht geröstet mit etwas Olivenöl, Hummus und frischen Kräutern ist dieses Brot besonders gut.


Nutrition

Nährwerte (ca.)

Die Werte können je nach Topping leicht variieren.

Für das gesamte Brot

  • Kalorien: ca. 1480–1560 kcal
  • Eiweiß: ca. 72–80 g
  • Kohlenhydrate: ca. 185–205 g
  • Fett: ca. 38–48 g
  • Ballaststoffe: ca. 45–58 g

Pro Scheibe bei 10 Scheiben

  • Kalorien: ca. 148–156 kcal
  • Eiweiß: ca. 7–8 g
  • Kohlenhydrate: ca. 18,5–20,5 g
  • Fett: ca. 3,8–4,8 g

Pro Scheibe bei 8 Scheiben

  • Kalorien: ca. 185–195 kcal
  • Eiweiß: ca. 9–10 g
  • Kohlenhydrate: ca. 23–26 g
  • Fett: ca. 4,8–6 g

Chef’s Best Tips

  • Kichererbsen immer lange genug einweichen.
  • Linsen ebenfalls einweichen, auch wenn sie schneller weich werden.
  • Leinsamen unbedingt quellen lassen, sie sind ein wichtiger Binder.
  • Die Masse möglichst sehr fein mixen.
  • Nicht zu viel zusätzliches Wasser verwenden.
  • Eine kleine Form gibt die beste Höhe und Struktur.
  • Vor dem Anschneiden immer gut abkühlen lassen.
  • Mit Gewürzen kannst du das Brot wunderbar variieren.
  • Leicht getoastet schmeckt es besonders gut.
  • Mit Saaten obenauf wird es aromatischer und schöner.

FAQ

Ist das ein klassisches Brot?

Nein, nicht im klassischen Sinn. Es ist eher ein saftiges, mehlfreies Hülsenfrüchtebrot mit dichter, nahrhafter Krume.

Muss ich Kichererbsen und Linsen wirklich einweichen?

Ja, unbedingt. Das ist wichtig für die Textur und dafür, dass sich die Masse gut mixen lässt.

Kann ich gemahlene Leinsamen verwenden?

Ja, das geht. Dann quellen sie meist sogar etwas schneller. Ganze Leinsamen funktionieren aber ebenfalls gut.

Warum ist mein Brot innen zu feucht?

Meist war noch zu viel Wasser an den Hülsenfrüchten oder das Brot wurde zu früh angeschnitten.

Kann ich andere Gewürze verwenden?

Ja, sehr gut passen Knoblauch, Kreuzkümmel, Thymian, Rosmarin oder Paprikapulver.

Kann ich das Brot einfrieren?

Ja, am besten in Scheiben. So kannst du einzelne Stücke später leicht auftauen oder toasten.

Wie bewahre ich das Brot auf?

Gut abgedeckt hält es sich im Kühlschrank etwa 2–3 Tage.

Wozu passt dieses Brot am besten?

Zu herzhaften Aufstrichen, Salaten, Suppen oder einfach pur als sättigender Snack.

Brot aus Kichererbsen, roten Linsen und Leinsamen

Brot aus Kichererbsen, roten Linsen und Leinsamen

Mehlfreies, eiweißreiches Brot aus Kichererbsen, roten Linsen und Leinsamen. Saftig, sättigend und perfekt für herzhafte Beläge.

Zutaten

  • 150 g Kichererbsen
  • 150 g rote Linsen
  • 80 g Leinsamen
  • 100 ml kaltes Wasser
  • 1 TL Backpulver ca. 4 g
  • 1 Prise Salz
  • Gewürze nach Geschmack
  • Sesam oder andere Saaten zum Bestreuen

Anleitungen
 

  • Kichererbsen über Nacht oder mindestens 8 Stunden einweichen.
  • Rote Linsen 2–3 Stunden einweichen.
  • Leinsamen mit 100 ml Wasser 10–15 Minuten quellen lassen.
  • Kichererbsen und Linsen abgießen, abspülen und gut abtropfen lassen.
  • Kichererbsen, Linsen und Leinsamen samt Wasser zu einer dicken, glatten Masse mixen.
  • Backpulver, Salz und Gewürze einrühren.
  • Die Masse in eine vorbereitete Form geben und glatt streichen.
  • Nach Wunsch mit Saaten bestreuen.
  • Bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 1 Stunde backen.
  • Vor dem Anschneiden gut abkühlen lassen.

Notes

  • Die Hülsenfrüchte nach dem Einweichen gut abtropfen lassen.
  • Die Masse möglichst fein mixen.
  • Nicht heiß anschneiden.
  • Leicht getoastet schmeckt das Brot besonders gut.