Bananen-Upside-Down-Kuchen aus der Pfanne
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Bananen-Upside-Down-Kuchen aus der Pfanne – saftig, schokoladig und ohne Ofen

Dieser Bananen-Upside-Down-Kuchen wird vollständig in einer Pfanne zubereitet. Ein Backofen ist nicht notwendig. Auf dem Pfannenboden entsteht eine feine Karamellschicht, darauf liegen reife Bananen und darüber kommt ein besonders saftiger Schokoladenteig.

Das Wichtigste bei diesem Rezept ist nicht Schnelligkeit, sondern eine sehr niedrige und gleichmäßige Hitze. So kann der Kuchen langsam durchgaren, ohne dass das Karamell oder die Bananen verbrennen. Auch Anfänger können mit dieser Methode einen wunderbar weichen, aromatischen Kuchen zubereiten.

Rezeptübersicht

  • Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten
  • Garzeit: ca. 15–20 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 25–30 Minuten
  • Portionen: 6 Stücke
  • Pfannengröße: ca. 20–22 cm Durchmesser
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Zubereitung: auf dem Herd, ohne Backofen

Benötigte Küchenutensilien

  • Beschichtete Pfanne mit Deckel, 20–22 cm
  • Große Rührschüssel
  • Schneebesen oder Handmixer
  • Feines Sieb
  • Silikonspatel oder Kochlöffel
  • Dünner Pfannenwender
  • Großer flacher Teller zum Stürzen
  • Holzstäbchen oder Zahnstocher für die Garprobe

Ausführliche Zubereitung

1. Alle Zutaten vorbereiten

Stellen Sie zuerst alle Zutaten abgewogen bereit. Nehmen Sie Ei und Milch nach Möglichkeit etwa 15 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank. Zutaten mit ähnlicher Temperatur verbinden sich leichter und ergeben einen gleichmäßigeren Teig.

Schälen Sie die Bananen noch nicht sofort. Geschälte Bananen werden an der Luft schnell dunkel und weich.

Prüfen Sie außerdem, ob der Deckel gut auf die Pfanne passt. Ein dicht schließender Deckel ist wichtig, weil der Kuchen während des Garens nicht nur durch die Hitze von unten, sondern auch durch den heißen Dampf in der Pfanne gegart wird.

2. Butter und Zucker karamellisieren

Geben Sie die Butter und die 15 g Zucker in die kalte beschichtete Pfanne. Stellen Sie die Pfanne auf eine niedrige bis mittlere Temperatur.

Lassen Sie die Butter langsam schmelzen. Bewegen Sie die Pfanne gelegentlich vorsichtig, damit sich Butter und Zucker gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Rühren Sie möglichst wenig, da der Zucker sonst an einzelnen Stellen kristallisieren kann.

Sobald die Mischung leicht goldgelb wird und angenehm nach Karamell duftet, nehmen Sie die Pfanne sofort vom Herd.

Das Karamell soll nur hellgold sein. Dunkelbraunes Karamell schmeckt schnell bitter und wird beim späteren Garen noch dunkler.

Lassen Sie die Pfanne etwa 1–2 Minuten stehen. Das Karamell soll etwas abkühlen, aber noch flüssig bleiben.

3. Bananen in die Pfanne legen

Schälen Sie die Bananen und schneiden Sie sie der Länge nach in zwei Hälften.

Legen Sie die Bananenhälften mit der Schnittfläche nach unten direkt auf das Karamell. Ordnen Sie sie möglichst dicht nebeneinander an. Falls die Bananen zu lang für die Pfanne sind, können Sie die Enden abschneiden und die kleinen Stücke in freie Zwischenräume legen.

Drücken Sie die Bananen nicht fest in das Karamell. Sie sollen nur locker darauf liegen.

Küchengeheimnis: Die Bananen sollten reif und aromatisch sein, aber nicht völlig weich. Sehr überreife Bananen können beim Stürzen zerfallen und zu viel Flüssigkeit abgeben.

4. Ei, Zucker und Vanillezucker aufschlagen

Geben Sie das Ei, die 50 g Zucker und den Vanillezucker in eine große Rührschüssel.

Schlagen Sie die Mischung mit einem Schneebesen etwa 1–2 Minuten kräftig auf. Mit einem Handmixer reichen meistens 45–60 Sekunden.

Die Masse muss nicht so fest wie Biskuit werden. Sie sollte aber heller, leicht schaumig und etwas dickflüssiger sein. Durch das Aufschlagen gelangt Luft in den Teig, wodurch der Kuchen später lockerer wird.

5. Öl und Milch einarbeiten

Gießen Sie das Öl langsam unter ständigem Rühren zur Eiermasse. Anschließend geben Sie die Milch hinzu.

Rühren Sie nur so lange, bis eine gleichmäßige Flüssigkeit entstanden ist.

Falls sich kleine Ölspuren auf der Oberfläche zeigen, ist das zunächst nicht problematisch. Nach der Zugabe der trockenen Zutaten verbindet sich alles zu einem glatten Teig.

6. Trockene Zutaten sieben

Vermischen Sie Mehl, Kakaopulver und Backpulver in einer separaten Schüssel oder direkt in einem Sieb.

Sieben Sie die Mischung portionsweise über die flüssigen Zutaten. Das Sieben verhindert Klümpchen, besonders beim Kakaopulver und Backpulver.

Heben Sie die trockenen Zutaten mit einem Silikonspatel oder Schneebesen vorsichtig unter. Rühren Sie nur so lange, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.

Der fertige Teig sollte glatt, cremig und langsam fließend sein.

Wichtig: Zu langes oder zu kräftiges Rühren aktiviert das Gluten im Mehl. Dadurch kann der Kuchen fest, kompakt oder gummiartig werden.

7. Teig über den Bananen verteilen

Gießen Sie den Schokoladenteig langsam und gleichmäßig über die Bananen.

Beginnen Sie am besten in der Mitte der Pfanne und lassen Sie den Teig anschließend in die Zwischenräume fließen. Streichen Sie die Oberfläche vorsichtig glatt.

Achten Sie darauf, die Bananen nicht zu verschieben. Klopfen Sie die Pfanne nicht auf die Arbeitsfläche, da sich das Karamell dadurch ungleichmäßig verteilen kann.

8. Kuchen bei sehr niedriger Hitze garen

Stellen Sie die Pfanne zurück auf den Herd und verwenden Sie die kleinste oder zweitkleinste Hitzestufe.

Setzen Sie den Deckel auf die Pfanne und lassen Sie den Kuchen etwa 10–15 Minuten langsam garen.

Orientierungswerte:

  • Induktionsherd: meist Stufe 2–3 von 9
  • Elektroherd: niedrigste bis zweitniedrigste Stufe
  • Gasherd: kleinste Flamme

Öffnen Sie den Deckel während der ersten 8–10 Minuten möglichst nicht. Jedes Öffnen lässt Hitze und Dampf entweichen und verlängert die Garzeit.

Falls Ihr Herd sehr ungleichmäßig heizt, drehen Sie die Pfanne alle 3–4 Minuten vorsichtig um etwa ein Viertel. So wird der Kuchen gleichmäßiger gegart.

9. Ohne Deckel fertig garen

Nehmen Sie nach etwa 10–15 Minuten den Deckel ab.

Die Oberfläche sollte inzwischen größtenteils fest sein. In der Mitte darf sie noch leicht feucht aussehen, aber nicht mehr flüssig sein.

Lassen Sie den Kuchen weitere 3–5 Minuten ohne Deckel bei sehr niedriger Hitze garen. Dadurch kann überschüssige Feuchtigkeit entweichen.

Stechen Sie anschließend ein Holzstäbchen in die dickste Stelle des Kuchens. Bleibt flüssiger Teig daran kleben, legen Sie den Deckel noch einmal auf und garen Sie den Kuchen weitere 2–3 Minuten.

Einige feuchte Schokoladenkrümel am Stäbchen sind in Ordnung. Das Stäbchen muss nicht vollkommen trocken sein, sonst kann der Kuchen bereits zu lange gegart worden sein.

10. Kuchenränder lösen

Nehmen Sie die Pfanne vom Herd und lassen Sie den Kuchen etwa 2 Minuten ruhen.

Fahren Sie anschließend vorsichtig mit einem dünnen Silikonspatel oder Pfannenwender am Rand entlang. Kontrollieren Sie, ob sich der Kuchen überall von der Pfanne gelöst hat.

Warten Sie nicht zu lange mit dem Stürzen. Sobald das Karamell vollständig erkaltet, kann es fest werden und am Pfannenboden kleben.

11. Kuchen sicher stürzen

Legen Sie einen flachen Teller, der größer als die Pfanne ist, mit der Oberseite nach unten auf die Pfanne.

Halten Sie Teller und Pfanne mit beiden Händen fest. Verwenden Sie Topflappen, da die Pfanne noch heiß sein kann.

Drehen Sie Pfanne und Teller mit einer schnellen, sicheren Bewegung um. Heben Sie die Pfanne langsam an.

Falls eine Banane oder etwas Karamell in der Pfanne hängen geblieben ist, lösen Sie es vorsichtig mit einem Spatel und legen Sie es zurück auf den Kuchen.

12. Servieren

Lassen Sie den Kuchen vor dem Anschneiden etwa 5–10 Minuten abkühlen. Warm ist er besonders weich und saftig, vollständig abgekühlt lässt er sich sauberer schneiden.

Zum Servieren passen:

  • Naturjoghurt
  • Schlagsahne
  • Vanilleeis
  • Crème fraîche
  • Gehackte Walnüsse oder Haselnüsse
  • Eine Prise Zimt
  • Fein geraspelte Zartbitterschokolade

Chef’s Best Tips

1. Die richtige Pfanne entscheidet über das Ergebnis

Verwenden Sie eine schwere, gut beschichtete Pfanne. Eine sehr dünne Pfanne wird schnell zu heiß und kann das Karamell verbrennen, bevor der Teig durchgegart ist.

Eine Pfanne mit 20 cm Durchmesser ergibt einen höheren Kuchen. In einer 22-cm-Pfanne wird er etwas flacher und ist meistens schneller fertig.

2. Lieber zu wenig als zu viel Hitze

Bei einem Pfannenkuchen ist Geduld wichtiger als hohe Temperatur. Wird der Boden zu schnell dunkel, kann man ihn später nicht retten.

Erhöhen Sie die Temperatur nicht, nur weil die Oberfläche nach zehn Minuten noch feucht ist. Verlängern Sie stattdessen die Garzeit um einige Minuten.

3. Einen Flammenverteiler verwenden

Auf einem Gasherd oder einem Herd mit starker punktueller Hitze kann ein Flammenverteiler beziehungsweise eine Herdschutzplatte helfen. Dadurch verteilt sich die Hitze gleichmäßiger unter der Pfanne.

4. Kondenswasser kontrollieren

Beim Garen sammelt sich Wasser am Deckel. Öffnen Sie den Deckel nach etwa zehn Minuten vorsichtig und achten Sie darauf, dass kein Kondenswasser auf die Kuchenoberfläche tropft.

Wischen Sie den Deckel bei Bedarf kurz mit einem Küchentuch trocken und setzen Sie ihn wieder auf.

5. Den Teig nicht überrühren

Sobald das Mehl im Teig ist, sollte nur noch kurz gerührt werden. Ein paar kleine Unebenheiten verschwinden beim Garen. Übermäßig langes Rühren macht den Kuchen dagegen zäh.

6. Sehr reife Bananen richtig verwenden

Sind die Bananen bereits sehr weich, schneiden Sie sie nicht längs. Schneiden Sie sie stattdessen in dicke Scheiben. Diese lassen sich leichter anordnen und zerfallen beim Stürzen weniger schnell.

7. Karamell rechtzeitig vom Herd nehmen

Das Karamell gart unter dem Kuchen weiter. Nehmen Sie es deshalb bereits vom Herd, sobald es hellgolden ist. Warten Sie nicht auf eine dunkelbraune Farbe.

8. Nicht zu früh stürzen

Direkt vom Herd ist der Kuchen noch sehr weich und kann brechen. Zwei Minuten Ruhezeit stabilisieren den Teig. Viel länger sollte er wegen des fest werdenden Karamells jedoch nicht in der Pfanne bleiben.

Aufbewahrung

Der Kuchen schmeckt am Tag der Zubereitung am besten.

Reste können vollständig abgekühlt und gut abgedeckt etwa 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Durch die Bananen wird die Oberfläche mit der Zeit weicher und feuchter.

Vor dem Servieren kann ein Stück für etwa 10–15 Sekunden in der Mikrowelle erwärmt werden. Alternativ lässt man es ungefähr 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen.

Zum Einfrieren ist der Kuchen nur bedingt geeignet, da die karamellisierten Bananen nach dem Auftauen sehr weich werden können.

Nutrition

Die folgenden Angaben sind Näherungswerte und gelten bei einer Aufteilung des Kuchens in sechs Stücke. Die tatsächlichen Werte hängen unter anderem von der Größe der Bananen, der Milchsorte und den verwendeten Produkten ab.

Nährwerte pro Stück

  • Kalorien: ca. 280 kcal
  • Kohlenhydrate: ca. 38 g
  • Eiweiß: ca. 4,8 g
  • Fett: ca. 13,2 g
  • Ballaststoffe: ca. 2,7 g
  • Zucker: ca. 16 g

FAQ – häufig gestellte Fragen

Kann ich das Olivenöl ersetzen?

Ja. Sonnenblumenöl, Rapsöl oder ein anderes geschmacksneutrales Pflanzenöl eignet sich sehr gut. Flüssige Kokosnussbutter kann ebenfalls verwendet werden, verändert aber das Aroma.

Kann ich pflanzliche Milch verwenden?

Ja. Haferdrink, Sojadrink oder Mandeldrink können im Verhältnis 1:1 eingesetzt werden. Ungesüßte Varianten eignen sich am besten, damit der Kuchen nicht zu süß wird.

Warum ist mein Kuchen am Boden verbrannt?

Die Temperatur war wahrscheinlich zu hoch oder die Pfanne zu dünn. Der Kuchen muss auf der kleinsten oder zweitkleinsten Stufe langsam garen. Bei sehr starker Unterhitze hilft ein Flammenverteiler.

Warum ist der Kuchen in der Mitte noch roh?

Möglicherweise war die Pfanne zu klein, der Kuchen dadurch zu hoch oder der Deckel hat nicht dicht geschlossen. Garen Sie den Kuchen weitere 2–5 Minuten zugedeckt bei niedriger Hitze. Erhöhen Sie die Temperatur nicht.

Warum ist der Kuchen kompakt geworden?

Der Teig wurde wahrscheinlich nach der Zugabe des Mehls zu lange gerührt. Auch altes Backpulver kann dazu führen, dass der Kuchen nicht richtig aufgeht.

Kann ich den Zucker reduzieren?

Der Zucker im Teig kann auf etwa 35–40 g reduziert werden. Den Zucker für das Karamell sollte man nicht vollständig weglassen, da er für die typische glänzende Upside-Down-Oberfläche sorgt.

Kann ich Vollkornmehl verwenden?

Ja, allerdings wird der Kuchen etwas kompakter. Ersetzen Sie zunächst nur die Hälfte des Weizenmehls durch Vollkornmehl. Je nach Mehlsorte können zusätzlich 10–20 ml Milch notwendig sein.

Kann ich den Kuchen glutenfrei zubereiten?

Das Weizenmehl kann durch eine glutenfreie Universal-Backmischung ersetzt werden. Verwenden Sie eine Mischung, die bereits ein Bindemittel wie Xanthan oder Guarkernmehl enthält.

Muss ich die Pfanne zusätzlich einfetten?

Normalerweise nicht. Butter und Karamell bedecken den Boden, und eine gute Antihaftbeschichtung verhindert, dass der Rand kleben bleibt.

Kann ich Schokoladenstückchen hinzufügen?

Ja. Heben Sie etwa 30–40 g gehackte Zartbitterschokolade oder backfeste Schokoladentropfen kurz unter den fertigen Teig. Verwenden Sie nicht zu viel, da der Kuchen sonst schwerer wird und länger garen muss.

Bananen-Upside-Down-Kuchen aus der Pfanne

Bananen-Upside-Down-Kuchen ohne Ofen

Zutaten

  • 2 reife Bananen ca. 220–250 g
  • 22 g Butter
  • 15 g Zucker
  • Schokoladenteig
  • 1 Ei Größe M
  • 50 g Zucker
  • 4 g Vanillezucker
  • 50 ml mildes Olivenöl
  • 100 ml Milch
  • 125 g Weizenmehl Type 405
  • 18 –20 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 8 g Backpulver

Anleitungen
 

  • Butter und 15 g Zucker in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen. Hellgold karamellisieren und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Bananen schälen, längs halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf das Karamell legen.
  • Ei, 50 g Zucker und Vanillezucker 1–2 Minuten hell und schaumig schlagen.
  • Öl und Milch einrühren.
  • Mehl, Kakao und Backpulver sieben und nur kurz unter die flüssigen Zutaten rühren.
  • Den Teig gleichmäßig über die Bananen gießen und die Oberfläche glatt streichen.
  • Pfanne abdecken und den Kuchen bei sehr niedriger Hitze 10–15 Minuten garen. Anschließend 3–5 Minuten ohne Deckel fertig garen.
  • Mit einem Holzstäbchen prüfen. Den fertigen Kuchen 2 Minuten ruhen lassen, die Ränder lösen und auf einen großen Teller stürzen.