Saftiger Karotten-Dattel-Kuchen aus der Kastenform
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Saftiger Karotten-Dattel-Kuchen aus der Kastenform

Dieser Karotten-Dattel-Kuchen ist wunderbar saftig, fein gewürzt und angenehm karamellig. Frisch geraspelte Karotten halten den Kuchen mehrere Tage weich, während die Datteln kleine, natürlich süße Fruchtstücke in der Krume bilden. Zimt, Ingwer, brauner Zucker und Vanille geben dem Kuchen ein warmes, rundes Aroma.

Der Kuchen wird als klassischer Rührteig zubereitet. Damit er locker und nicht kompakt wird, sind vor allem drei Dinge wichtig: Die Butter muss weich sein, Butter und Zucker müssen gründlich aufgeschlagen werden und das Mehl darf am Ende nur kurz untergerührt werden.

Auch Backanfänger können dieses Rezept sicher zubereiten. In der ausführlichen Anleitung erkläre ich jeden Arbeitsschritt genau und zeige, woran man erkennt, ob der Teig die richtige Konsistenz hat.

Rezeptübersicht

  • Vorbereitungszeit: ca. 25 Minuten
  • Backzeit: ca. 50–60 Minuten
  • Abkühlzeit: mindestens 60 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 2 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Portionen: 10 Scheiben
  • Backform: Kastenform, ca. 23 × 13 cm
  • Backtemperatur: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Geeignete Zutaten und mögliche Alternativen

Mehl

Weizenmehl Type 405 ergibt eine besonders feine und weiche Krume. Mit Type 550 wird der Kuchen geringfügig kräftiger, funktioniert aber ebenso gut.

Datteln

Am besten eignen sich weiche, saftige Datteln wie Medjool-Datteln. Sehr trockene Datteln sollten vor dem Schneiden etwa 10 Minuten in warmem Wasser eingeweicht werden.

Milch

Verwendet werden kann:

  • Vollmilch,
  • fettarme Milch,
  • ungesüßter Haferdrink,
  • ungesüßter Mandeldrink,
  • ungesüßter Sojadrink.

Bei einem gesüßten Pflanzendrink wird der Kuchen entsprechend süßer.

Ausführliche Schritt-für-Schritt-Zubereitung

1. Butter und Eier auf Zimmertemperatur bringen

Die Butter und die Eier etwa 30–45 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Die Butter sollte weich, aber nicht geschmolzen sein. Drücken Sie vorsichtig mit einem Finger darauf: Es sollte eine kleine Vertiefung entstehen, die Butter darf jedoch nicht ölig oder flüssig wirken.

Zimmerwarme Zutaten verbinden sich wesentlich leichter. Sind die Eier sehr kalt, kann die Buttermasse später gerinnen.

Schnelle Lösung bei kalten Eiern

Die Eier für 5–10 Minuten in eine Schüssel mit handwarmem Wasser legen. Kein heißes Wasser verwenden, da die Eier sonst an der Schale zu stocken beginnen können.

Schnelle Lösung bei harter Butter

Die Butter in kleine Würfel schneiden und auf einem Teller verteilen. Nach etwa 10–15 Minuten ist sie meist weich genug.

Die Butter nicht vollständig in der Mikrowelle schmelzen. Flüssige Butter kann keine Luft einschließen und ergibt einen schwereren, kompakteren Kuchen.

2. Backofen vorheizen

Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft reichen etwa 160 °C.

Den Rost auf die mittlere Schiene schieben.

Ein vollständig vorgeheizter Backofen ist für Rührkuchen wichtig. Wird der Teig in einen noch lauwarmen Ofen gestellt, schmilzt die Butter, bevor Backpulver und Natron ihre volle Wirkung entfalten. Der Kuchen kann dadurch flach und fettig werden.

3. Kastenform vorbereiten

Eine Kastenform von ungefähr 23 × 13 cm dünn mit Butter oder neutralem Öl einfetten.

Einen passenden Streifen Backpapier so in die Form legen, dass er den Boden und die beiden langen Seiten bedeckt. Das Papier sollte an beiden Seiten einige Zentimeter überstehen.

Diese überstehenden Enden bilden eine sogenannte Backpapierschlinge. Nach dem Backen kann der Kuchen daran sicher aus der Form gehoben werden.

Profi-Tipp

Das Backpapier vor dem Einlegen kurz zerknüllen und anschließend wieder glatt streichen. Dadurch wird es flexibler und passt sich leichter an die Form an.

Die freien kurzen Seiten der Form ebenfalls dünn einfetten.

4. Datteln vorbereiten

Die Datteln kontrollieren und eventuell noch vorhandene Kerne entfernen.

Anschließend in etwa 5–8 mm große Stücke schneiden. Zu große Dattelstücke können im Teig nach unten sinken und erschweren später das saubere Schneiden.

Sehr klebrige Datteln lassen sich leichter schneiden, wenn das Messer zwischendurch mit einem leicht angefeuchteten Tuch abgewischt wird.

Bei sehr trockenen Datteln

Die Datteln etwa 10 Minuten mit warmem Wasser bedecken. Danach gründlich abgießen und mit Küchenpapier vollständig trocken tupfen.

Nasse Datteln dürfen nicht direkt in den Teig gegeben werden. Zusätzliches Wasser kann den Kuchen in der Mitte klebrig machen.

5. Karotten richtig raspeln

Die Karotten waschen und bei Bedarf schälen. Anschließend auf der feinen oder mittelfeinen Seite einer Küchenreibe raspeln.

Für das Rezept werden 100 g geraspelte Karotten benötigt. Das Gewicht sollte nach dem Putzen und Raspeln kontrolliert werden.

Sehr grobe Karottenraspel bleiben im Kuchen fester und können die Krume ungleichmäßig machen. Fein geraspelte Karotten verteilen sich besser und geben ihre Feuchtigkeit gleichmäßiger ab.

Wichtig

Die Karotten nicht kräftig ausdrücken. Ihr Saft sorgt dafür, dass der Kuchen weich und saftig bleibt.

Sind die Karotten jedoch außergewöhnlich nass und liegt viel Saft in der Schüssel, können sie einmal ganz leicht mit Küchenpapier abgetupft werden.

6. Trockene Zutaten vermischen

In eine mittelgroße Schüssel folgende Zutaten sieben:

  • 180 g Mehl,
  • 5 g Natron,
  • 4 g Backpulver,
  • 1 g gemahlenen Ingwer,
  • 1,5 g gemahlenen Zimt,
  • 1,5 g Salz.

Alle Zutaten anschließend mit einem Schneebesen gründlich vermischen.

Das Sieben löst Mehlklümpchen und verteilt die Gewürze gleichmäßig. Das ist besonders bei Natron wichtig. Ein nicht vermischtes Natronklümpchen kann im fertigen Kuchen unangenehm bitter oder seifig schmecken.

Küchengeheimnis

Ein Schneebesen verteilt die Triebmittel besser als ein normaler Löffel. Rühren Sie mindestens 20–30 Sekunden, auch wenn die Zutaten bereits gleichmäßig aussehen.

7. Datteln mit etwas Mehlmischung bestäuben

Etwa 1 gehäuften EL der vorbereiteten Mehlmischung zu den geschnittenen Datteln geben.

Die Dattelstücke mit den Fingern oder einem kleinen Löffel vorsichtig darin wenden, bis sie dünn mit Mehl bedeckt und nicht mehr stark aneinandergeklebt sind.

Diese dünne Mehlschicht hilft, die Dattelstücke gleichmäßiger im Teig zu verteilen. Sie ist jedoch keine vollständige Garantie gegen das Absinken – entscheidend ist auch, dass der Teig nicht zu flüssig ist.

8. Butter und Zucker cremig schlagen

Die weiche Butter und den braunen Zucker in eine große Rührschüssel geben.

Mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine zunächst auf niedriger Stufe vermischen. Danach etwa 3–4 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe aufschlagen.

Die fertige Masse sollte:

  • sichtbar heller sein,
  • deutlich an Volumen gewonnen haben,
  • locker und cremig wirken,
  • keine großen Butterstücke mehr enthalten.

Während des Schlagens die Ränder und den Boden der Schüssel ein- oder zweimal mit einem Teigschaber abstreifen.

Warum dieser Schritt so wichtig ist

Beim Aufschlagen entstehen winzige Luftbläschen in der Butter. Diese Luft unterstützt Backpulver und Natron und sorgt für eine feinere, lockerere Krume.

Wer Butter und Zucker nur kurz miteinander verrührt, erhält meist einen dichteren und schwereren Kuchen.

Nicht zu lange schlagen

Die Butter darf während des Schlagens nicht warm und ölig werden. Wird die Masse sehr weich oder beginnt zu glänzen, die Schüssel für 5–10 Minuten in den Kühlschrank stellen.

9. Eier einzeln einarbeiten

Das erste Ei zur Butter-Zucker-Masse geben und etwa 30 Sekunden verrühren.

Erst wenn das Ei weitgehend eingearbeitet ist, das zweite Ei hinzufügen. Wieder kurz rühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

Danach den Vanilleextrakt einrühren.

Zwischendurch den Rand und den Boden der Schüssel sorgfältig abstreifen.

Weshalb die Eier einzeln zugegeben werden

Butter besteht hauptsächlich aus Fett, Eier enthalten viel Wasser. Werden die Eier zu schnell hinzugefügt, kann sich die Masse nicht richtig verbinden und gerinnen.

Durch die schrittweise Zugabe entsteht eine gleichmäßigere Emulsion und damit ein feinerer Kuchenteig.

Was tun, wenn die Masse gerinnt?

Sieht die Masse flockig oder grisselig aus, ist sie meist nur zu kalt oder die Eier wurden zu schnell hinzugefügt.

In diesem Fall 1 EL der Mehlmischung unterrühren. Die Masse muss nicht vollkommen glatt sein; leichte Flocken verschwinden in der Regel nach der Zugabe des Mehls.

10. Mehl und Milch abwechselnd einarbeiten

Etwa die Hälfte der trockenen Zutaten zur Buttermasse geben.

Auf niedrigster Stufe nur kurz rühren, bis noch wenige Mehlspuren sichtbar sind.

Anschließend die 60 ml Milch zugießen und wieder kurz verrühren.

Danach die restliche Mehlmischung hinzufügen und nur so lange einarbeiten, bis fast keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.

Die richtige Reihenfolge

  1. Trockene Zutaten
  2. Milch
  3. Trockene Zutaten

Diese Methode hilft, dass sich Fett und Flüssigkeit gleichmäßig verbinden.

Sehr wichtig

Sobald Mehl mit Flüssigkeit in Berührung kommt, beginnt sich Gluten zu bilden. Zu langes Rühren entwickelt zu viel Gluten und macht den Kuchen zäh oder gummiartig.

Der Teig muss an dieser Stelle nicht vollkommen glatt sein. Einige kleine Mehlspuren dürfen noch sichtbar bleiben, da der Teig beim Unterheben der Karotten weiterbewegt wird.

11. Karotten und Datteln unterheben

Die geraspelten Karotten und die mit Mehl bestäubten Datteln zum Teig geben.

Mit einem großen Teigschaber vorsichtig unterheben:

  1. Den Teigschaber am Rand der Schüssel nach unten führen.
  2. Teig vom Boden nach oben heben.
  3. Die Schüssel ein wenig drehen.
  4. Den Vorgang wiederholen.

Nur so lange arbeiten, bis Karotten und Datteln gleichmäßig verteilt und keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind.

Nicht mit dem Handrührgerät weiterrühren. Dadurch könnten die Datteln zerdrückt und der Teig überarbeitet werden.

Die richtige Teigkonsistenz

Der fertige Teig ist dick und fällt schwer vom Teigschaber. Er ist nicht flüssig, lässt sich aber noch problemlos in der Form verteilen.

Ist der Teig außergewöhnlich fest und trocken, können zusätzlich 10–15 ml Milch untergehoben werden. Mehr Flüssigkeit sollte nur vorsichtig ergänzt werden, da die Karotten beim Backen Feuchtigkeit abgeben.

12. Teig in die Form füllen

Den Teig vollständig in die vorbereitete Kastenform geben.

Mit einem Teigschaber bis in die Ecken verteilen und die Oberfläche glatt streichen.

Anschließend die Form nur einmal vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen. Dadurch schließen sich größere Hohlräume, ohne dass zu viel eingeschlossene Luft verloren geht.

Die Form sollte ungefähr zu zwei Dritteln gefüllt sein. Ist sie deutlich voller, besteht die Gefahr, dass der Teig beim Backen über den Rand steigt.

13. Kuchen backen

Den Kuchen auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen stellen.

Etwa 50–60 Minuten backen.

Während der ersten 40 Minuten die Backofentür möglichst geschlossen lassen. Ein früher Temperaturverlust kann dazu führen, dass der Kuchen in der Mitte einsinkt.

Nach 45–50 Minuten die erste Garprobe durchführen.

14. Bräunung kontrollieren

Wird die Oberfläche bereits dunkel, obwohl der Kuchen in der Mitte noch nicht fertig ist, ein Stück Backpapier oder Aluminiumfolie locker darüberlegen.

Die Abdeckung nicht fest auf die Oberfläche drücken. Sie soll den Kuchen lediglich vor weiterer direkter Hitze schützen.

Durch den braunen Zucker und die Datteln bräunt dieser Kuchen etwas schneller als ein einfacher heller Rührkuchen.

15. Garprobe richtig durchführen

Einen dünnen Holzspieß in die Mitte des Kuchens stecken. Dabei nicht direkt in ein Dattelstück stechen, da geschmolzene Dattelmasse wie roher Teig aussehen kann.

Der Kuchen ist fertig, wenn:

  • kein flüssiger Teig am Holzspieß haftet,
  • nur wenige feuchte Krümel zurückbleiben,
  • die Oberfläche bei leichtem Druck zurückfedert,
  • sich die Ränder etwas von der Form lösen.

Ein völlig trockener Holzspieß ist nicht unbedingt das Ziel. Wird der Kuchen gebacken, bis keinerlei Feuchtigkeit mehr sichtbar ist, können die Ränder bereits trocken sein.

Mit einem Küchenthermometer sollte die Kerntemperatur ungefähr 94–97 °C betragen.

16. Kuchen stufenweise abkühlen lassen

Die Form aus dem Backofen nehmen und auf ein Kuchengitter stellen.

Den Kuchen zunächst 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. In dieser Zeit stabilisiert sich die noch weiche Krume.

Danach vorsichtig an den überstehenden Backpapierseiten aus der Form heben und direkt auf das Kuchengitter setzen.

Das Backpapier an den Seiten etwas lösen, damit Wasserdampf entweichen kann.

Warum der Kuchen nicht in der Form auskühlen sollte

Bleibt ein warmer Kuchen sehr lange in der geschlossenen Form, sammelt sich am Boden Kondenswasser. Dadurch kann die Unterseite feucht und klebrig werden.

17. Vollständig auskühlen lassen

Den Kuchen vor dem Anschneiden mindestens 45–60 Minuten vollständig auskühlen lassen.

Ein warmer Rührkuchen ist im Inneren noch empfindlich. Beim frühen Schneiden kann die Krume zusammengedrückt werden oder am Messer kleben.

Während des Abkühlens verteilt sich die Feuchtigkeit im Kuchen gleichmäßig. Das sorgt für eine stabilere und saftigere Textur.

18. Kuchen sauber anschneiden

Zum Schneiden ein scharfes Brotmesser oder ein anderes Messer mit Wellenschliff verwenden.

Mit ruhigen Sägebewegungen schneiden und nicht kräftig von oben auf den Kuchen drücken.

Die Klinge nach jedem Schnitt kurz abwischen. So bleiben die Schnittflächen sauber und Dattelreste werden nicht über die nächste Scheibe gezogen.

Serviervorschläge

Der Karotten-Dattel-Kuchen schmeckt pur, kann aber auch serviert werden mit:

  • Naturjoghurt,
  • griechischem Joghurt,
  • Skyr,
  • Frischkäse,
  • frischen Beeren,
  • Orangenspalten,
  • Apfelkompott,
  • etwas Nussmus,
  • einer dünnen Schicht Butter.

Für ein Dessert kann eine Scheibe kurz erwärmt und mit Joghurt oder einer Kugel Vanilleeis serviert werden.

Chef’s Best Tips

1. Butter wirklich weich werden lassen

Zu kalte Butter verbindet sich nicht richtig mit dem Zucker. Geschmolzene Butter kann wiederum keine Luft halten. Ideal ist Butter, die sich leicht eindrücken lässt, aber nicht glänzt oder zerläuft.

2. Butter und Zucker lange genug schlagen

Dieser Arbeitsschritt entscheidet wesentlich über die Lockerheit. Drei bis vier Minuten sind normalerweise notwendig. Die Masse sollte heller und sichtbar voluminöser werden.

3. Karotten fein raspeln

Fein geraspelte Karotten verteilen sich gleichmäßig und geben dem Kuchen Feuchtigkeit, ohne eine grobe oder faserige Textur zu erzeugen.

4. Datteln klein schneiden

Kleine Stücke verteilen sich besser und sinken weniger schnell nach unten. Außerdem lässt sich der fertige Kuchen sauberer schneiden.

5. Datteln mit Mehl bestäuben

Ein wenig Mehl trennt klebrige Dattelstücke voneinander. Dadurch entstehen nicht an einer Stelle große Fruchtklumpen.

6. Nach der Mehlzugabe nur kurz rühren

Zu langes Rühren macht die Krume fest und zäh. Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, sollte das Rühren beendet werden.

7. Backzeit an die Form anpassen

In einer breiten Form wird der Kuchen flacher und ist früher fertig. In einer schmalen, hohen Form benötigt er möglicherweise einige Minuten länger.

8. Nicht ausschließlich nach der Uhr backen

Jeder Backofen arbeitet etwas anders. Garprobe, Farbe und Konsistenz sind verlässlicher als eine genaue Minutenangabe.

9. Vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen

Die Krume stabilisiert sich erst beim Abkühlen. Warmer Kuchen kann speckig wirken, obwohl er korrekt gebacken wurde.

10. Für ein stärkeres Gewürzaroma

Zusätzlich können verwendet werden:

  • ¼ TL Muskatnuss,
  • ¼ TL gemahlener Kardamom,
  • fein abgeriebene Schale einer halben Orange.

Gewürze sparsam dosieren, damit der Geschmack von Karotten und Datteln nicht überdeckt wird.

Aufbewahrung

Den vollständig ausgekühlten Kuchen luftdicht verpacken oder in eine gut schließende Kuchendose geben.

  • Bei Raumtemperatur: etwa 2–3 Tage
  • Im Kühlschrank: etwa 5 Tage
  • Im Gefrierschrank: etwa 2–3 Monate

Im Kühlschrank wird Butterkuchen fester. Für eine weichere Konsistenz die gewünschte Portion etwa 20 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.

Einfrieren

Den Kuchen am besten vor dem Einfrieren in Scheiben schneiden. Zwischen die Scheiben kleine Stücke Backpapier legen und alles luftdicht verpacken.

Die Scheiben bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Einzelne Scheiben können anschließend kurz im Toaster oder bei niedriger Mikrowellenleistung erwärmt werden.

Nutrition

Ungefähre Nährwerte pro Scheibe bei insgesamt 10 Scheiben.

Berechnet mit Weizenmehl, Butter, Vollmilch und 150 g Datteln.

Nährwerte pro Scheibe

  • Energie: ca. 271 kcal
  • Eiweiß: ca. 3,9 g
  • Kohlenhydrate: ca. 41,1 g
  • Davon Zucker: ca. 24,9 g
  • Fett: ca. 10,7 g
  • Ballaststoffe: ca. 2,0 g

Die tatsächlichen Werte können je nach Dattelsorte, Eiergröße, Milch und genauer Portionsgröße abweichen.

Der Zucker stammt sowohl aus dem braunen Zucker als auch aus den natürlich süßen Datteln.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann ich weniger Zucker verwenden?

Ja. Der braune Zucker kann auf etwa 100–120 g reduziert werden, da die Datteln bereits viel Süße mitbringen.

Eine sehr starke Reduzierung verändert allerdings nicht nur den Geschmack. Zucker hält den Kuchen feucht, unterstützt die Bräunung und beeinflusst die weiche Textur.

Kann ich den Zucker vollständig weglassen?

Technisch ist das möglich, der Kuchen wird dann aber deutlich kompakter, weniger gebräunt und weniger klassisch süß.

Für eine Version ohne zugesetzten Zucker kann die Butter mit 100–120 g sehr fein pürierten Datteln verrührt werden. Die Konsistenz unterscheidet sich dann deutlich vom Original und eventuell werden 10–20 ml weniger Milch benötigt.

Kann ich Vollkornmehl verwenden?

Ja. Ersetzen Sie zunächst nur die Hälfte des Mehls durch Weizenvollkornmehl.

Bei 100 % Vollkornmehl wird der Kuchen kräftiger und kompakter. In diesem Fall können zusätzlich etwa 15–30 ml Milch erforderlich sein.

Kann ich Dinkelmehl verwenden?

Ja. Dinkelmehl Type 630 kann im Verhältnis 1:1 verwendet werden.

Dinkelteig sollte besonders vorsichtig und kurz gerührt werden, da er schneller trocken oder bröselig werden kann.

Kann ich die Butter durch Öl ersetzen?

Ja. 115 g Butter können durch etwa 90 ml neutrales Pflanzenöl ersetzt werden.

Mit Öl entfällt das Aufschlagen von Butter und Zucker. Eier und Zucker werden stattdessen etwa zwei Minuten verrührt, danach wird das Öl langsam eingearbeitet.

Der Kuchen wird mit Öl sehr saftig, besitzt aber eine etwas andere, weniger buttrige Krume.

Kann ich Pflanzenmilch verwenden?

Ja. Ungesüßter Hafer-, Mandel- oder Sojadrink kann in gleicher Menge verwendet werden.

Gesüßte oder aromatisierte Pflanzendrinks verändern den Zuckergehalt und den Geschmack.

Kann ich andere Trockenfrüchte verwenden?

Ja. Geeignet sind:

  • Rosinen,
  • getrocknete Feigen,
  • getrocknete Aprikosen,
  • getrocknete Cranberrys,
  • getrocknete Pflaumen.

Große Früchte sollten in kleine Stücke geschnitten werden.

Warum ist der Kuchen in der Mitte eingesunken?

Mögliche Ursachen sind:

  • Der Backofen war nicht vollständig vorgeheizt.
  • Die Backofentür wurde zu früh geöffnet.
  • Butter und Zucker wurden zu wenig aufgeschlagen.
  • Der Teig wurde nach der Mehlzugabe zu lange gerührt.
  • Der Kuchen war in der Mitte noch nicht vollständig gebacken.
  • Es wurde zu viel Natron oder Backpulver verwendet.

Ein kleiner Riss oder eine leichte Wölbung auf der Oberfläche ist bei Kastenkuchen normal.

Warum ist mein Kuchen trocken?

Meist wurde er zu lange gebacken oder es wurde zu viel Mehl verwendet.

Mehl sollte möglichst mit einer Küchenwaage abgewogen werden. Wird es mit einer Tasse abgemessen und dabei fest hineingedrückt, kann versehentlich deutlich zu viel Mehl verwendet werden.

Warum ist der Kuchen klebrig oder speckig?

Mögliche Gründe sind:

  • Der Kuchen wurde zu früh angeschnitten.
  • Die Datteln waren nach dem Einweichen noch sehr nass.
  • Der Teig wurde zu lange gerührt.
  • Der Kuchen war nicht vollständig durchgebacken.
  • Es wurde zu viel zusätzliche Flüssigkeit verwendet.

Lassen Sie den Kuchen vollständig auskühlen, bevor Sie die endgültige Textur beurteilen.

Muss ich die Karotten ausdrücken?

Normalerweise nicht. Die natürliche Feuchtigkeit der Karotten ist für den saftigen Kuchen erwünscht.

Nur bei außergewöhnlich nassen Karotten sollte überschüssiger Saft leicht abgetupft werden.

Kann ich Nüsse hinzufügen?

Ja. Etwa 50–70 g gehackte Walnüsse, Pekannüsse oder Mandeln können zusammen mit den Datteln untergehoben werden.

Bei zusätzlichen Nüssen wird der Kuchen gehaltvoller und etwas fester.

Kann ich den Kuchen mit einem Topping verzieren?

Sehr gut passt ein einfaches Frischkäse-Topping aus:

  • 150 g Frischkäse,
  • 30–40 g Puderzucker,
  • 1 TL Zitronensaft.

Das Topping erst auf den vollständig ausgekühlten Kuchen streichen. Anschließend muss der Kuchen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Kann ich Muffins aus dem Teig backen?

Ja. Den Teig auf etwa 12 Muffinförmchen verteilen und bei 175 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 20–25 Minuten backen.

Die Garprobe bereits nach 20 Minuten durchführen.

Kann ich den Kuchen am Vortag backen?

Ja. Am folgenden Tag schmeckt er häufig sogar noch aromatischer, weil sich Gewürze, Datteln und Karotten geschmacklich verbunden haben.

Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht verpacken.


Saftiger Karotten-Dattel-Kuchen aus der Kastenform

Saftiger Karotten-Dattel-Kuchen

Ein weicher Kastenkuchen mit fein geraspelten Karotten, süßen Dattelstücken, braunem Zucker, Zimt und Ingwer.

Zutaten

  • 180 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 5 g Natron
  • 4 g Backpulver
  • 1 g gemahlener Ingwer
  • 1,5 g gemahlener Zimt
  • 1,5 g Salz
  • 115 g weiche Butter
  • 150 g brauner Zucker
  • 2 Eier Größe L
  • 5 ml Vanilleextrakt
  • 100 g fein geraspelte Karotten
  • 150 g entsteinte und gehackte Datteln
  • 60 ml Milch
  • etwas Butter oder Öl für die Form

Anleitungen
 

  • Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen.
  • Mehl, Natron, Backpulver, Ingwer, Zimt und Salz sieben und gründlich vermischen.
  • Einen Esslöffel der Mehlmischung mit den gehackten Datteln vermengen.
  • Butter und braunen Zucker 3–4 Minuten hell und cremig schlagen.
  • Die Eier einzeln einrühren. Vanilleextrakt hinzufügen und den Schüsselrand abstreifen.
  • Die Hälfte der trockenen Zutaten kurz einrühren. Milch und anschließend die restliche Mehlmischung hinzufügen. Nur knapp vermengen.
  • Geraspelte Karotten und Datteln vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
  • Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und die Form einmal vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen.
  • Den Kuchen 50–60 Minuten backen. Ab Minute 50 eine Garprobe durchführen. Bei starker Bräunung locker abdecken.
  • Den Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Danach herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.