Herzhaftes Weißbohnenbrot ohne Mehl
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Herzhaftes Weißbohnenbrot ohne Mehl

Dieses herzhafte Weißbohnenbrot ist eine unkomplizierte Alternative zu klassischem Brot. Es wird ohne Mehl und ohne Hefe zubereitet und besteht hauptsächlich aus weißen Bohnen, Eiern und wenigen Gewürzen. Die Bohnen sorgen für eine saftige, kompakte Struktur, während Eier und Backpulver dem Brot Stabilität und etwas Lockerheit verleihen.

Geschmacklich sind die Bohnen nach dem Backen kaum wahrnehmbar. Knoblauch, schwarzer Pfeffer und eine kleine Menge Salz machen aus den milden Bohnen ein würziges Brot, das hervorragend zu Frischkäse, Hummus, Salaten, Suppen oder herzhaften Aufstrichen passt.

Die Konsistenz unterscheidet sich von einem klassischen Hefebrot: Das Weißbohnenbrot ist weicher, saftiger und etwas dichter. Es erinnert an eine Mischung aus herzhaftem Kastenkuchen, proteinreichem Brot und einer festen Frittata. Nach dem vollständigen Abkühlen lässt es sich sauber schneiden und kann auch getoastet werden.

Das Rezept eignet sich sehr gut für Anfänger. Entscheidend sind gründlich abgetropfte Bohnen, eine vollständig pürierte Masse und ausreichend Zeit zum Abkühlen.


Rezeptübersicht

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 40–45 Minuten
Abkühlzeit: mindestens 30 Minuten
Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 30 Minuten
Portionen: etwa 10 Scheiben
Backform: kleine Kastenform, etwa 20 × 10 cm
Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 165 °C Umluft
Schwierigkeitsgrad: einfach
Konsistenz: saftig, weich und kompakt


Welche weißen Bohnen eignen sich?

Für das Rezept können Sie nahezu jede milde weiße Bohnensorte verwenden:

  • Cannellini-Bohnen
  • weiße Riesenbohnen
  • Navy Beans
  • kleine weiße Bohnen
  • Butterbohnen

Cannellini-Bohnen ergeben eine besonders cremige Masse. Große Butterbohnen können ebenfalls verwendet werden, enthalten aber manchmal etwas mehr Flüssigkeit.

Die angegebenen 300 g beziehen sich auf das Abtropfgewicht, nicht auf das Gewicht einschließlich der Flüssigkeit aus der Dose.

Bohnen aus der Dose

Dosenbohnen sind besonders praktisch. Geben Sie sie in ein Sieb, spülen Sie sie gründlich mit kaltem Wasser ab und lassen Sie sie gut trocknen.

Selbst gekochte Bohnen

Auch selbst gekochte Bohnen funktionieren. Sie müssen vollständig weich sein und sollten nach dem Kochen gründlich abtropfen.

Für etwa 300 g gekochte Bohnen benötigen Sie ungefähr 120–140 g getrocknete Bohnen. Die genaue Menge hängt von der Bohnensorte und der Einweichzeit ab.


Benötigte Küchenutensilien

  • kleine Kastenform, etwa 20 × 10 cm
  • Backpapier
  • Sieb
  • Küchenpapier oder sauberes Küchentuch
  • Standmixer, leistungsfähiger Zerkleinerer oder Küchenmaschine
  • Küchenspatel
  • Küchenwaage
  • Messbecher
  • Kuchengitter
  • optional: digitales Küchenthermometer

Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Eier auf Raumtemperatur bringen

Nehmen Sie die Eier etwa 20–30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank.

Zimmerwarme Eier verbinden sich leichter mit dem Öl und der Bohnenmasse. Dadurch wird der Teig gleichmäßiger und lässt sich besser pürieren.

Sehr kalte Eier können außerdem dazu führen, dass die Masse im Mixer weniger homogen wird.

Schnelle Lösung

Legen Sie kalte Eier für etwa 5 Minuten in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser.

Verwenden Sie kein heißes Wasser. Die Eier sollen lediglich ihre Kühlschrankkälte verlieren und nicht erwärmt oder vorgegart werden.


2. Backofen vorheizen

Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Bei Umluft verwenden Sie etwa 165 °C.

Schieben Sie später die Backform auf die mittlere Schiene. Dort wird das Brot möglichst gleichmäßig von oben und unten gebacken.

Warum ist Vorheizen wichtig?

Das Backpulver beginnt zu reagieren, sobald es mit der feuchten Masse vermischt wird und Wärme bekommt. In einem vollständig vorgeheizten Backofen kann sich das Brot gleichmäßiger stabilisieren.

Wird die Form in einen kalten Ofen gestellt, kann das Brot dichter werden und in der Mitte länger feucht bleiben.


3. Backform sorgfältig vorbereiten

Legen Sie die Kastenform mit Backpapier aus.

Am einfachsten ist es, einen langen Streifen Backpapier so in die Form zu legen, dass Boden und beide langen Seiten bedeckt sind. Lassen Sie das Papier an den Seiten etwas überstehen. An diesen Papiergriffen können Sie das Brot später leicht aus der Form heben.

Fetten Sie die beiden nicht bedeckten Seiten dünn mit Öl ein.

Welche Formgröße ist ideal?

Eine Kastenform von etwa 20 × 10 cm eignet sich am besten. Darin wird das Brot hoch genug, ohne dass die Mitte zu lange backen muss.

In einer größeren Form wird es flacher und kann bereits nach 35–40 Minuten fertig sein.

In einer sehr kleinen Form wird die Masse höher. Die Backzeit kann sich dadurch um 5–10 Minuten verlängern.

Chef-Tipp:
Füllen Sie die Form höchstens zu zwei Dritteln. Das Brot geht zwar nur mäßig auf, benötigt aber dennoch etwas Platz.


4. Bohnen gründlich abspülen

Geben Sie die weißen Bohnen in ein feines Sieb.

Spülen Sie sie mindestens 30–60 Sekunden unter kaltem fließendem Wasser ab. Bewegen Sie die Bohnen dabei vorsichtig mit der Hand, damit auch die dickflüssige Konservierungsflüssigkeit vollständig entfernt wird.

Warum müssen Dosenbohnen abgespült werden?

Die Flüssigkeit aus der Dose enthält Stärke und häufig relativ viel Salz. Bleibt sie an den Bohnen, kann das Brot:

  • zu feucht werden,
  • einen stärkeren Bohnengeschmack bekommen,
  • ungleichmäßig backen,
  • salziger als geplant schmecken.

Gründliches Abspülen macht das Aroma deutlich milder.


5. Überschüssige Feuchtigkeit entfernen

Lassen Sie die Bohnen nach dem Spülen mindestens 5 Minuten im Sieb stehen.

Breiten Sie sie anschließend auf Küchenpapier oder einem sauberen Küchentuch aus und tupfen Sie sie vorsichtig trocken.

Die Bohnen müssen nicht vollkommen trocken sein. Es sollte jedoch kein Wasser mehr von ihnen tropfen.

Warum ist dieser Schritt wichtig?

Das Rezept enthält kein Mehl, das überschüssige Flüssigkeit aufnehmen könnte. Sind die Bohnen sehr nass, kann die Mitte des Brotes weich und leicht klitschig bleiben.

Chef-Tipp:
Wiegen Sie die Bohnen möglichst erst nach dem Abtropfen. So erhalten Sie tatsächlich 300 g Bohnen und nicht zusätzliches Wasser.


6. Bohnen zuerst kurz pürieren

Geben Sie die abgetropften Bohnen in den Mixer oder die Küchenmaschine.

Pürieren Sie sie zunächst einige Sekunden allein. Schieben Sie größere Stücke mit einem Spatel von den Seiten des Behälters zurück zur Mitte.

Dieser Zwischenschritt hilft besonders bei weniger leistungsfähigen Geräten. Die Bohnen werden gleichmäßiger zerkleinert, bevor die flüssigen Zutaten hinzukommen.

Wichtig:
Schalten Sie das Gerät aus, bevor Sie mit einem Spatel in den Behälter greifen.


7. Eier und Öl hinzufügen

Geben Sie die drei Eier und 30 ml Öl zu den Bohnen.

Mixen Sie die Zutaten, bis eine glatte, dicke und cremige Masse entsteht.

Je nach Gerät dauert das ungefähr 30–60 Sekunden. Unterbrechen Sie den Mixvorgang bei Bedarf und schieben Sie die Masse von den Seiten nach unten.

Die richtige Konsistenz

Die Masse sollte:

  • cremig und gleichmäßig sein,
  • keine ganzen Bohnen enthalten,
  • langsam vom Spatel fließen,
  • deutlich dicker als Pfannkuchenteig sein,
  • keine wässrige Flüssigkeit am Boden zeigen.

Warum muss die Masse sehr glatt sein?

Nicht vollständig pürierte Bohnen bleiben im Brot als kleine feste Stücke sichtbar. Das ist geschmacklich nicht problematisch, führt aber zu einer gröberen und bröseligeren Konsistenz.

Für ein brotähnlicheres Ergebnis sollte die Masse möglichst glatt sein.

Chef-Tipp:
Bei einem sehr kleinen Mixer können Sie die Zutaten in zwei Portionen pürieren und anschließend in einer Schüssel miteinander vermengen.


8. Gewürze hinzufügen

Geben Sie folgende Zutaten in den Mixer:

  • 3 g Salz
  • 0,5 g schwarzen Pfeffer
  • 1,5 g Knoblauchpulver

Mixen Sie alles nur kurz, bis die Gewürze gleichmäßig verteilt sind.

Salz richtig dosieren

Dosenbohnen können je nach Hersteller unterschiedlich viel Salz enthalten. Probieren Sie deshalb vor der Verarbeitung eine abgespülte Bohne.

Schmeckt sie bereits deutlich salzig, reduzieren Sie das zusätzliche Salz auf etwa 2 g.

Da der fertige Teig rohe Eier enthält, sollte er nicht probiert werden.

Knoblauchpulver oder frischer Knoblauch?

Knoblauchpulver verteilt sich gleichmäßig und verändert die Feuchtigkeitsmenge kaum. Es eignet sich deshalb besonders gut.

Frischer Knoblauch kann ebenfalls verwendet werden. Nehmen Sie höchstens eine kleine, fein geriebene Knoblauchzehe. Eine größere Menge kann nach dem Backen scharf oder bitter wirken.


9. Backpulver zuletzt einarbeiten

Geben Sie 4 g Backpulver zur Bohnenmasse.

Mixen Sie nur noch 5–10 Sekunden, bis das Backpulver verteilt ist.

Warum kommt das Backpulver zuletzt dazu?

Sobald Backpulver mit feuchten Zutaten in Kontakt kommt, beginnt die erste Reaktion. Deshalb sollte der Teig danach möglichst bald in die Form gefüllt und gebacken werden.

Langes Mixen nach der Zugabe des Backpulvers ist nicht notwendig und kann zu viel Luft in die Masse einarbeiten.

Chef-Tipp:
Sieben Sie das Backpulver über die Masse, falls es in der Verpackung kleine Klümpchen gebildet hat.


10. Teig in die Backform füllen

Gießen Sie die Bohnenmasse sofort in die vorbereitete Kastenform.

Streichen Sie die Oberfläche mit einem Küchenspatel gleichmäßig glatt. Fahren Sie dabei auch entlang der Ecken, damit keine größeren Luftlöcher zurückbleiben.

Klopfen Sie die Form anschließend ein- oder zweimal sehr vorsichtig auf die Arbeitsfläche.

Dadurch steigen größere Luftblasen an die Oberfläche.

Optionales Topping

Vor dem Backen können Sie die Oberfläche mit einer kleinen Menge bestreuen:

  • Sesamsamen
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Mohn
  • getrocknete Kräuter

Drücken Sie das Topping leicht an, damit es nach dem Backen nicht abfällt.


11. Weißbohnenbrot backen

Stellen Sie die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens.

Backen Sie das Brot bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 40–45 Minuten.

Öffnen Sie die Backofentür während der ersten 30 Minuten möglichst nicht. Ein plötzlicher Temperaturabfall kann dazu führen, dass das Brot in der Mitte einsinkt.

Woran erkennt man, dass das Brot fertig ist?

Das Brot ist fertig, wenn:

  • die Oberfläche leicht goldgelb ist,
  • sich kleine Risse auf der Oberseite gebildet haben,
  • der Rand fest wirkt,
  • die Mitte bei leichtem Druck zurückfedert,
  • ein Holzstäbchen ohne flüssigen Teig herauskommt.

Einige feuchte Krümel am Holzstäbchen sind in Ordnung. Es darf jedoch keine rohe, cremige Masse daran kleben.

Kontrolle mit einem Küchenthermometer

Falls Sie ein digitales Thermometer besitzen, sollte die Kerntemperatur in der Mitte ungefähr 94–96 °C erreichen.

Chef-Tipp:
Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, decken Sie das Brot während der letzten 10–15 Minuten locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie ab.


12. Nicht zu lange backen

Das Brot soll vollständig durchgegart sein, darf aber nicht austrocknen.

Da Bohnen und Eier die Hauptzutaten sind, kann zu langes Backen eine gummiartige oder trockene Konsistenz verursachen.

Kontrollieren Sie das Brot erstmals nach etwa 38–40 Minuten. Benötigt die Mitte noch Zeit, backen Sie es in Intervallen von 3–5 Minuten weiter.

Unterschiedliche Backformen

  • Dunkle Metallform: Das Brot kann schneller bräunen.
  • Helle Metallform: Meist gleichmäßiges Ergebnis.
  • Glasform: Benötigt eventuell einige Minuten mehr.
  • Silikonform: Das Brot bleibt häufig etwas feuchter und bekommt weniger Kruste.

13. Brot zunächst in der Form abkühlen lassen

Nehmen Sie die Form aus dem Backofen und stellen Sie sie auf ein Kuchengitter oder eine hitzebeständige Unterlage.

Lassen Sie das Brot etwa 10–15 Minuten in der Form stehen.

Direkt aus dem Ofen ist die Struktur noch empfindlich. Eier und Bohnenmasse müssen sich zunächst stabilisieren.

Versuchen Sie nicht, das heiße Brot sofort herauszuheben. Es könnte in der Mitte auseinanderbrechen.


14. Aus der Form nehmen

Fahren Sie nach 10–15 Minuten mit einem dünnen Messer an den nicht mit Papier bedeckten Seiten entlang.

Heben Sie das Brot anschließend an den überstehenden Backpapierstreifen vorsichtig aus der Form.

Ziehen Sie das Backpapier nicht sofort vollständig ab. Setzen Sie das Brot zunächst auf ein Kuchengitter.

Nach weiteren 5–10 Minuten lässt sich das Papier leichter vom Boden lösen.


15. Vollständig abkühlen lassen

Lassen Sie das Brot vor dem Anschneiden mindestens 30 Minuten, besser 45–60 Minuten, auf dem Kuchengitter abkühlen.

Dieser Schritt ist besonders wichtig.

Warum darf es nicht sofort angeschnitten werden?

Im heißen Zustand ist die Mitte noch sehr weich. Beim Abkühlen:

  • stabilisieren sich Eier und Bohnenstärke,
  • verteilt sich die restliche Feuchtigkeit,
  • wird die Krume fester,
  • lässt sich das Brot sauberer schneiden.

Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann die Mitte feucht oder ungebacken wirken, obwohl es vollständig durchgegart ist.

Chef-Tipp:
Für besonders saubere, dünne Scheiben lassen Sie das Brot vollständig abkühlen und stellen es anschließend 30 Minuten in den Kühlschrank.


16. Richtig anschneiden

Verwenden Sie ein scharfes Messer mit glatter Klinge oder ein feines Brotmesser.

Schneiden Sie das Brot nicht in extrem dünne Scheiben. Eine Dicke von etwa 1,5–2 cm ist ideal.

Wischen Sie die Klinge zwischen den Schnitten ab, falls feuchte Krümel daran haften.

Das Brot ergibt je nach Form ungefähr 8 größere oder 10 kleinere Scheiben.


17. Servieren

Das Weißbohnenbrot schmeckt lauwarm, bei Raumtemperatur oder gekühlt.

Besonders gut passt es zu:

  • Kräuterfrischkäse
  • Hummus
  • Avocado
  • Tomaten
  • Gurken
  • Räucherlachs
  • gekochten Eiern
  • herzhaften Gemüseaufstrichen
  • Suppen und Salaten

Für eine festere Oberfläche können Sie einzelne Scheiben kurz in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett rösten oder vorsichtig toasten.

Chef-Tipp:
Toasten Sie das Brot zunächst auf niedriger bis mittlerer Stufe. Aufgrund seiner weichen Struktur kann es in einem sehr heißen Toaster außen schnell dunkel werden.


Chef’s Best Tips

1. Verwenden Sie das Abtropfgewicht

Die benötigten 300 g beziehen sich auf gespülte und abgetropfte Bohnen. Flüssigkeit aus der Dose darf nicht mitgewogen werden.

2. Trocknen Sie die Bohnen leicht ab

Zu viel Wasser ist die häufigste Ursache für eine feuchte, instabile Mitte.

3. Pürieren Sie die Masse vollständig glatt

Je feiner die Bohnen verarbeitet werden, desto gleichmäßiger und brotähnlicher wird die Krume.

4. Verwenden Sie zimmerwarme Eier

Sie verbinden sich leichter mit dem Öl und der Bohnenmasse.

5. Geben Sie das Backpulver zuletzt hinzu

Füllen Sie den Teig danach direkt in die Form und stellen Sie ihn möglichst bald in den Ofen.

6. Verwenden Sie eine kleine Kastenform

In einer großen Form wird das Brot sehr flach. Eine Form von ungefähr 20 × 10 cm ergibt die beste Höhe.

7. Öffnen Sie den Backofen nicht zu früh

Lassen Sie die Tür während der ersten 30 Minuten geschlossen, damit die Mitte nicht einsinkt.

8. Backen Sie nach Sicht und Konsistenz

Die genaue Backzeit hängt von der Form, dem Ofen und der Feuchtigkeit der Bohnen ab.

9. Lassen Sie das Brot vollständig auskühlen

Beim Abkühlen wird es deutlich fester. Warm angeschnitten kann es klebrig oder bröselig erscheinen.

10. Toasten Sie übrig gebliebene Scheiben

Am nächsten Tag schmeckt das Brot besonders gut, wenn es kurz angeröstet wird.

11. Würzen Sie zurückhaltend

Die Grundmasse ist mild und lässt sich leicht variieren. Zu viel Knoblauch oder Pfeffer kann den Geschmack dominieren.

12. Nutzen Sie Backpapier als Hebehilfe

Überstehendes Papier macht es wesentlich einfacher, das empfindliche Brot unbeschädigt aus der Form zu nehmen.


Geschmacksvariationen

Mediterranes Weißbohnenbrot

Ergänzen Sie den Teig mit:

  • 1 Teelöffel getrocknetem Oregano
  • ½ Teelöffel Basilikum
  • 20 g fein gehackten getrockneten Tomaten

Tupfen Sie eingelegte Tomaten vorher gründlich trocken.

Kräuterbrot

Mischen Sie 1–2 Esslöffel fein gehackte Kräuter unter, beispielsweise:

  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Dill
  • Thymian
  • Rosmarin

Rosmarin sollte besonders fein gehackt und sparsam verwendet werden.

Käsevariante

Heben Sie nach dem Mixen 30–40 g fein geriebenen Parmesan oder kräftigen Hartkäse unter.

Reduzieren Sie in diesem Fall das Salz etwas, da Käse bereits salzig ist.

Saatenbrot

Bestreuen Sie die Oberfläche vor dem Backen mit:

  • Sesam
  • Kürbiskernen
  • Sonnenblumenkernen
  • Leinsamen

Verwenden Sie insgesamt nicht mehr als etwa 20–25 g, damit die Oberfläche nicht zu schwer wird.

Schärfere Variante

Fügen Sie eine kleine Prise Chiliflocken oder geräuchertes Paprikapulver hinzu.


Häufige Fehler und ihre Lösungen

Das Brot ist in der Mitte zu feucht

Mögliche Ursachen:

  • Die Bohnen waren zu nass.
  • Die Backform war sehr klein.
  • Das Brot wurde zu kurz gebacken.
  • Es wurde noch heiß angeschnitten.
  • Der Backofen war nicht vollständig vorgeheizt.

Lassen Sie ein vollständig gebackenes Brot zunächst komplett abkühlen. Die Mitte wird dabei deutlich fester.

Ist sie danach noch cremig oder roh, können Sie das Brot weitere 8–10 Minuten bei 160 °C nachbacken. Decken Sie die Oberfläche dabei ab.

Das Brot fällt nach dem Backen zusammen

Ein leichtes Absinken ist normal, da das Rezept weder Mehl noch Hefe enthält.

Starkes Einsinken kann entstehen, wenn:

  • die Backofentür zu früh geöffnet wurde,
  • die Mitte noch nicht vollständig gegart war,
  • zu viel Flüssigkeit im Teig war,
  • zu viel Backpulver verwendet wurde.

Das Brot schmeckt stark nach Bohnen

Spülen Sie Dosenbohnen besonders gründlich ab und verwenden Sie frisches Knoblauchpulver sowie schwarzen Pfeffer.

Nach dem vollständigen Abkühlen wird der Bohnengeschmack meist deutlich milder.

Cannellini-Bohnen haben gewöhnlich ein besonders neutrales Aroma.

Das Brot ist gummiartig

Mögliche Ursachen sind zu langes Mixen nach Zugabe der Eier, zu langes Backen oder eine zu hohe Ofentemperatur.

Mixen Sie nur so lange, bis die Masse glatt ist, und kontrollieren Sie das Brot rechtzeitig.

Das Brot ist trocken

Es wurde wahrscheinlich zu lange gebacken oder die verwendeten Bohnen waren besonders trocken.

Reduzieren Sie beim nächsten Mal die Backzeit um etwa 5 Minuten.

Das Brot klebt am Backpapier

Lassen Sie es nach dem Backen zunächst 15–20 Minuten abkühlen. Warmes Brot klebt stärker.

Ziehen Sie das Papier langsam und möglichst flach vom Boden weg.

Die Scheiben zerbrechen

Das Brot war beim Anschneiden wahrscheinlich noch zu warm oder die Scheiben wurden sehr dünn geschnitten.

Lassen Sie es vollständig auskühlen und schneiden Sie etwa 1,5–2 cm dicke Scheiben.

Das Brot geht kaum auf

Dieses Brot geht deutlich weniger auf als Hefebrot. Das ist normal.

Prüfen Sie außerdem, ob das Backpulver noch haltbar ist und ob der Backofen vollständig vorgeheizt wurde.


Aufbewahrung

Lassen Sie das Weißbohnenbrot vollständig abkühlen, bevor Sie es verpacken.

Bewahren Sie es in einer luftdichten Dose oder gut eingewickelt im Kühlschrank auf.

Haltbarkeit im Kühlschrank: etwa 3–4 Tage

Da das Brot Eier und gekochte Bohnen enthält, sollte es nicht mehrere Tage bei Raumtemperatur gelagert werden.

Legen Sie zwischen einzelne Scheiben etwas Backpapier, damit sie nicht zusammenkleben.

Kann das Weißbohnenbrot eingefroren werden?

Ja. Das Brot lässt sich sehr gut portionsweise einfrieren.

Richtig einfrieren

  1. Brot vollständig abkühlen lassen.
  2. In Scheiben schneiden.
  3. Zwischen die Scheiben Backpapier legen.
  4. Luftdicht verpacken.
  5. Bis zu 2 Monate einfrieren.

Die Scheiben können über Nacht im Kühlschrank aufgetaut oder direkt vorsichtig getoastet werden.


Nutrition

Ungefähre Nährwerte pro Scheibe bei insgesamt 10 Scheiben:

  • Kalorien: etwa 80–85 kcal
  • Eiweiß: etwa 4 g
  • Fett: etwa 4,3 g
  • Kohlenhydrate: etwa 6–7 g
  • Ballaststoffe: etwa 1,8–2 g
  • Salz: etwa 0,3–0,4 g

Ungefähre Nährwerte für das gesamte Brot:

  • Kalorien: etwa 810–830 kcal
  • Eiweiß: etwa 41 g
  • Fett: etwa 43–44 g
  • Kohlenhydrate: etwa 62–65 g
  • Ballaststoffe: etwa 19 g

Die tatsächlichen Werte hängen von der Bohnensorte, Eiergröße, Ölsorte und dem Salzgehalt der verwendeten Dosenbohnen ab.


FAQ – Häufig gestellte Fragen

Schmeckt das Brot nach weißen Bohnen?

Der Bohnengeschmack ist mild und nach dem Backen kaum dominant. Gründliches Abspülen und die Verwendung von Gewürzen machen das Aroma noch neutraler.

Ist das Weißbohnenbrot glutenfrei?

Die Grundzutaten enthalten kein Gluten. Verwenden Sie ein ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnetes Backpulver, falls das Brot für Menschen mit Zöliakie bestimmt ist.

Ist das Brot Low Carb?

Es enthält deutlich weniger Kohlenhydrate als viele klassische Brote, ist jedoch nicht kohlenhydratfrei. Weiße Bohnen liefern sowohl Kohlenhydrate als auch Ballaststoffe.

Kann ich Kichererbsen statt weißer Bohnen verwenden?

Ja. Kichererbsen ergeben jedoch eine festere, leicht trockenere Konsistenz und einen deutlich kräftigeren Geschmack.

Je nach Konsistenz kann ein zusätzlicher Esslöffel Öl notwendig sein.

Kann ich Kidneybohnen verwenden?

Technisch ist das möglich, aber Farbe und Geschmack verändern sich deutlich. Für ein helles, mildes Brot sind weiße Bohnen besser geeignet.

Kann ich trockene Bohnen verwenden?

Nur nach vollständigem Einweichen und Kochen. Rohe oder lediglich eingeweichte Bohnen dürfen nicht verwendet werden.

Die Bohnen müssen vollständig weich sein, bevor sie püriert werden.

Kann ich das Öl reduzieren?

Ja. Sie können die Ölmenge auf 15 ml reduzieren. Das Brot wird dadurch etwas trockener und weniger zart.

Ohne Öl kann es stärker an der Form kleben und schneller bröseln.

Kann ich Olivenöl verwenden?

Ja. Verwenden Sie vorzugsweise ein mildes Olivenöl. Sehr kräftiges Öl kann den Geschmack dominieren.

Kann ich das Knoblauchpulver weglassen?

Ja. Es kann ersatzlos weggelassen oder durch Kräuter, Zwiebelpulver oder mildes Paprikapulver ersetzt werden.

Kann ich frischen Knoblauch verwenden?

Ja. Verwenden Sie höchstens eine kleine, fein geriebene Zehe. Zu viel frischer Knoblauch kann bitter oder scharf schmecken.

Kann ich mehr Backpulver verwenden?

Das ist nicht empfehlenswert. Zu viel Backpulver kann einen bitteren Geschmack verursachen und dazu führen, dass das Brot stark aufgeht und anschließend zusammenfällt.

Warum enthält das Rezept keine Hefe?

Die Struktur entsteht durch Eier und Backpulver. Das Brot benötigt deshalb keine Gehzeit und ist wesentlich schneller zubereitet als Hefebrot.

Kann ich das Brot ohne Mixer zubereiten?

Ein leistungsfähiger Stabmixer kann verwendet werden. Die Bohnen müssen jedoch sehr gründlich püriert werden.

Nur mit einer Gabel lässt sich kaum eine ausreichend glatte Masse herstellen.

Kann ich das Brot in einer runden Form backen?

Ja. Verwenden Sie eine kleine Form mit etwa 18 cm Durchmesser. Die Backzeit kann sich leicht verändern.

Kann ich daraus Brötchen formen?

Der Teig ist zu flüssig, um frei geformte Brötchen herzustellen. Er kann jedoch in gefetteten Muffinformen gebacken werden.

Wie lange backen Bohnenbrötchen in der Muffinform?

Verteilen Sie die Masse auf etwa 8 Muffinmulden und backen Sie sie ungefähr 22–28 Minuten bei 180 °C.

Kann ich Käse hinzufügen?

Ja. Etwa 30–40 g fein geriebener Hartkäse passen sehr gut. Reduzieren Sie dann die Salzmenge.

Kann ich das Brot toasten?

Ja. Vollständig abgekühlte Scheiben können vorsichtig getoastet oder in einer Pfanne angeröstet werden.

Warum ist das Brot nach dem Backen weich?

Im heißen Zustand ist die Struktur noch nicht vollständig stabil. Lassen Sie es mindestens 30 Minuten, besser vollständig, abkühlen.

Kann ich das Brot am Vortag zubereiten?

Ja. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist es besonders stabil und lässt sich sehr sauber schneiden.


Kurzes Rezept für ein WordPress-Rezept-Plugin

Herzhaftes Weißbohnenbrot ohne Mehl

Beschreibung:
Ein saftiges, herzhaftes Brot aus weißen Bohnen und Eiern. Ohne Mehl und ohne Hefe, schnell im Mixer vorbereitet und ideal zu Aufstrichen, Suppen oder Salaten.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 40–45 Minuten
Abkühlzeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 30 Minuten
Portionen: 10 Scheiben
Kategorie: Brot, Beilage
Küche: International
Methode: Backen
Backform: etwa 20 × 10 cm
Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze

Zutaten

  • 300 g weiße Bohnen, gekocht und abgetropft
  • 3 Eier, Größe M, zimmerwarm
  • 4 g Backpulver
  • 30 ml neutrales Pflanzenöl
  • 3 g Salz
  • 0,5 g schwarzer Pfeffer
  • 1,5 g Knoblauchpulver

Kurze Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen.
  2. Die weißen Bohnen in einem Sieb gründlich abspülen und mindestens 5 Minuten abtropfen lassen.
  3. Die Bohnen mit Küchenpapier leicht trocken tupfen.
  4. Bohnen, Eier und Öl in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben.
  5. Alles zu einer vollständig glatten, dicken und cremigen Masse pürieren. Die Seiten des Behälters bei Bedarf mit einem Spatel abschaben.
  6. Salz, schwarzen Pfeffer und Knoblauchpulver hinzufügen und kurz untermixen.
  7. Das Backpulver zuletzt dazugeben und nur wenige Sekunden einarbeiten.
  8. Den Teig sofort in die vorbereitete Kastenform füllen und die Oberfläche glatt streichen.
  9. Das Brot 40–45 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht goldbraun und die Mitte vollständig fest ist.
  10. Mit einem Holzstäbchen prüfen. Es darf kein flüssiger Teig daran haften.
  11. Das Brot 10–15 Minuten in der Form abkühlen lassen.
  12. Anschließend vorsichtig herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
  13. Erst nach mindestens 30 Minuten in etwa 1,5–2 cm dicke Scheiben schneiden.

Nutrition pro Scheibe

  • Kalorien: etwa 83 kcal
  • Eiweiß: etwa 4 g
  • Fett: etwa 4,3 g
  • Kohlenhydrate: etwa 6–7 g
  • Ballaststoffe: etwa 2 g

Hinweise

Die 300 g Bohnen beziehen sich auf das Abtropfgewicht. Die Bohnen müssen gründlich gespült und möglichst gut abgetropft werden. Das Brot ist unmittelbar nach dem Backen noch sehr weich und erreicht seine stabile, schneidbare Konsistenz erst beim Abkühlen.

Herzhaftes Weißbohnenbrot ohne Mehl

Herzhaftes Weißbohnenbrot ohne Mehl

Ein saftiges, herzhaftes Brot aus weißen Bohnen und Eiern. Ohne Mehl und ohne Hefe, schnell im Mixer vorbereitet und ideal zu Aufstrichen, Suppen oder Salaten.

Zutaten

  • 300 g weiße Bohnen gekocht und abgetropft
  • 3 Eier Größe M, zimmerwarm
  • 4 g Backpulver
  • 30 ml neutrales Pflanzenöl
  • 3 g Salz
  • 0,5 g schwarzer Pfeffer
  • 1,5 g Knoblauchpulver

Anleitungen
 

  • Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen.
  • Die weißen Bohnen in einem Sieb gründlich abspülen und mindestens 5 Minuten abtropfen lassen.
  • Die Bohnen mit Küchenpapier leicht trocken tupfen.
  • Bohnen, Eier und Öl in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben.
  • Alles zu einer vollständig glatten, dicken und cremigen Masse pürieren. Die Seiten des Behälters bei Bedarf mit einem Spatel abschaben.
  • Salz, schwarzen Pfeffer und Knoblauchpulver hinzufügen und kurz untermixen.
  • Das Backpulver zuletzt dazugeben und nur wenige Sekunden einarbeiten.
  • Den Teig sofort in die vorbereitete Kastenform füllen und die Oberfläche glatt streichen.
  • Das Brot 40–45 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht goldbraun und die Mitte vollständig fest ist.
  • Mit einem Holzstäbchen prüfen. Es darf kein flüssiger Teig daran haften.
  • Das Brot 10–15 Minuten in der Form abkühlen lassen.
  • Anschließend vorsichtig herausheben und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
  • Erst nach mindestens 30 Minuten in etwa 1,5–2 cm dicke Scheiben schneiden.