Dieses cremige Blätterteig-Dessert verbindet drei wunderbare Texturen: knusprig gebackenen Blätterteig, eine samtige Vanillecreme und luftig geschlagene Sahne. Nach einigen Stunden Ruhezeit verbinden sich die Schichten miteinander, ohne dass der Blätterteig vollständig seine Struktur verliert.
Das Ergebnis erinnert ein wenig an Mille-feuille, Cremeschnitte oder Napoleon-Torte – allerdings in einer besonders unkomplizierten Variante, die direkt in einer Form geschichtet wird.
Für Anfänger ist dieses Dessert gut geeignet, wenn man zwei Punkte beachtet: Die Vanillecreme muss unter ständigem Rühren gekocht werden, und sowohl Creme als auch Blätterteig sollten vollständig abgekühlt sein, bevor die Sahne dazukommt.
Rezeptübersicht
Vorbereitungszeit: etwa 30 Minuten
Backzeit: etwa 15–20 Minuten
Kochzeit für die Creme: etwa 10–15 Minuten
Abkühlzeit: etwa 1 Stunde
Kühlzeit: mindestens 3 Stunden
Gesamtzeit: etwa 5 Stunden
Portionen: 10–12
Form: etwa 25 × 15 × 7 cm
Backtemperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
Schwierigkeitsgrad: mittel
Konsistenz: cremig, luftig und leicht knusprig
Benötigte Küchenutensilien
- rechteckige Form, etwa 25 × 15 × 7 cm
- Backblech
- Backpapier
- großer Topf mit dickem Boden
- Schneebesen
- große Rührschüssel
- Handmixer oder Küchenmaschine
- Küchenspatel
- scharfes Messer oder Pizzaschneider
- Küchenwaage
- Messbecher
- Frischhaltefolie
Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Zutaten vorbereiten
Nehmen Sie Eier und Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank.
Die Eier sollten möglichst Raumtemperatur haben. Dadurch verbinden sie sich leichter mit Zucker, Mehl und Stärke.
Die Butter darf weich, aber nicht flüssig sein.
Die Sahne dagegen muss bis zum Aufschlagen im Kühlschrank bleiben. Je kälter die Sahne, desto leichter lässt sie sich später stabil und luftig schlagen.
Chef-Tipp:
Bereiten Sie alle Zutaten vor dem Start vollständig ab. Sobald die Creme auf dem Herd steht, sollten Sie nicht mehr nach einzelnen Zutaten suchen müssen.
2. Backofen vorheizen
Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
Bei Umluft können Sie etwa 165–170 °C verwenden.
Blätterteig vorbereiten
3. Blätterteig in Streifen schneiden
Rollen Sie den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder direkt auf seinem Backpapier aus.
Schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer oder Pizzaschneider in etwa 1,5 cm breite Streifen.
Die Länge der Streifen ist nicht entscheidend, da sie später in der Form geschichtet und teilweise gebrochen werden.
Warum Streifen statt großer Platten?
Durch die kleineren Stücke lässt sich das Dessert später viel einfacher portionieren. Außerdem verteilt sich die Creme gleichmäßiger zwischen den knusprigen Teigschichten.
Chef-Tipp:
Drücken Sie beim Schneiden nicht zu stark auf den Teig. Ein scharfes Messer sorgt dafür, dass die Kanten sauber bleiben und der Blätterteig besser aufgehen kann.
4. Blätterteig richtig backen
Verteilen Sie die Streifen mit etwas Abstand auf dem Backblech.
Backen Sie sie bei 180 °C etwa 15–20 Minuten, bis sie:
- deutlich aufgegangen sind,
- goldbraun aussehen,
- trocken und knusprig wirken.
Sehr helle Blätterteigstreifen schmecken später schnell teigig. Lassen Sie sie ruhig eine schöne goldene Farbe bekommen.
Falls nicht alle Streifen auf ein Blech passen
Backen Sie den Blätterteig lieber in zwei Durchgängen, statt die Stücke dicht übereinanderzulegen.
Blätterteig benötigt heiße Luft rundherum, um richtig aufzugehen.
5. Blätterteig vollständig auskühlen lassen
Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und lassen Sie die Streifen vollständig abkühlen.
Legen Sie etwa ein Fünftel der gebackenen Stücke für die spätere Dekoration zur Seite.
Diese werden später zu groben Krümeln zerdrückt.
Wichtig:
Warmer Blätterteig sollte niemals direkt mit der Creme geschichtet werden. Durch die Hitze wird die Creme dünner und der Teig verliert sofort seine Knusprigkeit.
Vanillecreme zubereiten
6. Eier und Zucker verrühren
Geben Sie die Eier in einen großen Topf oder zunächst in eine Rührschüssel.
Fügen Sie 200 g Zucker hinzu.
Verrühren Sie beides mit einem Schneebesen, bis die Masse gleichmäßig und etwas heller wird.
Sie müssen die Eier nicht minutenlang schaumig schlagen.
Warum nicht zu stark aufschlagen?
Zu viel Luft ist für eine gekochte Creme nicht notwendig. Ziel ist eine glatte, gleichmäßige Basis.
7. Mehl und Stärke einarbeiten
Vermischen Sie Mehl und Maisstärke miteinander.
Sieben Sie beide Zutaten nach Möglichkeit über die Eier-Zucker-Masse.
Rühren Sie zunächst langsam, damit keine trockenen Klümpchen entstehen.
Die Masse wird jetzt relativ dick.
Warum verwendet man sowohl Mehl als auch Stärke?
Maisstärke sorgt für eine seidige, glatte Bindung.
Mehl gibt der Creme zusätzliche Stabilität, damit das fertige Dessert nach dem Kühlen gut geschnitten werden kann.
Chef-Tipp:
Mehl und Stärke immer sieben. Dieser kleine Schritt verhindert später hartnäckige Klümpchen.
8. Vanille hinzufügen
Geben Sie etwa 5 ml Vanilleextrakt und optional eine kleine Prise Salz zur Masse.
Rühren Sie alles glatt.
Salz soll nicht herauszuschmecken sein. Es verstärkt lediglich das Vanillearoma und gleicht die Süße aus.
9. Milch langsam einarbeiten
Gießen Sie zunächst etwa 150–200 ml der Milch zur Eiermasse.
Rühren Sie kräftig, bis eine völlig glatte Mischung entsteht.
Geben Sie anschließend nach und nach die restliche Milch dazu.
Warum nicht die gesamte Milch auf einmal?
Eine kleine Menge Flüssigkeit lässt sich leichter mit der dicken Eier-Stärke-Masse verbinden. Dadurch entstehen deutlich weniger Klümpchen.
10. Creme auf dem Herd erhitzen
Stellen Sie den Topf auf mittlere Hitze.
Erwärmen Sie die Creme unter ständigem Rühren.
Gehen Sie mit dem Schneebesen auch regelmäßig über Boden und Topfränder.
Zu Beginn passiert einige Minuten lang scheinbar wenig. Sobald die Mischung heiß genug wird, dickt sie jedoch relativ schnell ein.
Besonders wichtig
Verlassen Sie den Herd in dieser Phase nicht.
Sobald die Stärke bindet, kann die Creme innerhalb kurzer Zeit am Topfboden anbrennen.
11. Creme richtig eindicken lassen
Kochen Sie die Creme weiter, bis sie deutlich dick und puddingartig geworden ist.
Sie sollte:
- den Schneebesen sichtbar umhüllen,
- beim Rühren deutliche Spuren hinterlassen,
- nicht mehr wie Milch fließen,
- glatt und glänzend wirken.
Sobald erste Blasen aufsteigen, kochen Sie die Creme unter ständigem Rühren noch etwa 1 Minute.
Warum muss die Creme kurz aufkochen?
Stärke benötigt ausreichend Hitze, um vollständig zu binden.
Wird die Creme zu früh vom Herd genommen, kann sie später wieder dünner werden.
12. Butter einarbeiten
Nehmen Sie den Topf vom Herd.
Geben Sie die 100 g Butter in kleinen Stücken zur heißen Creme.
Rühren Sie so lange, bis die Butter vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist.
Die Creme sollte jetzt besonders glatt, glänzend und cremig sein.
Chef-Tipp:
Butter immer erst nach dem Kochen einarbeiten. Dadurch bleibt ihr Geschmack feiner und die Creme bekommt eine seidige Konsistenz.
13. Falls Klümpchen entstanden sind
Keine Sorge, die Creme lässt sich meistens retten.
Sie können sie:
- durch ein feines Sieb streichen,
- kurz mit einem Stabmixer glätten.
Arbeiten Sie mit dem Stabmixer nur kurz, damit nicht unnötig viel Luft eingearbeitet wird.
14. Creme richtig abkühlen
Füllen Sie die heiße Creme in eine saubere Schüssel.
Legen Sie Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche der Creme.
Warum direkt auf die Creme?
So bildet sich beim Abkühlen keine Haut.
Lassen Sie die Creme zunächst auf Raumtemperatur abkühlen.
Danach kann sie für etwa 30–60 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden.
Wichtig
Die Creme darf nicht mehr warm sein, wenn später die Schlagsahne verwendet wird. Wärme würde die Sahne schmelzen lassen.
Sahne aufschlagen
15. Schüssel und Sahne kalt halten
Verwenden Sie gut gekühlte Schlagsahne.
Für besonders sichere Ergebnisse können Sie auch die Rührschüssel und Schneebesen für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Warum muss Sahne kalt sein?
Das Fett in der Sahne stabilisiert die eingeschlagene Luft nur im kalten Zustand.
Warme Sahne lässt sich schlecht oder gar nicht steif schlagen.
16. Sahne mit Puderzucker schlagen
Geben Sie 250 ml kalte Schlagsahne in die Schüssel.
Schlagen Sie sie zunächst auf niedriger, dann auf mittlerer Geschwindigkeit.
Sobald sie etwas dicker wird, geben Sie 10–15 g Puderzucker hinzu.
Schlagen Sie weiter, bis weiche bis mittelfeste Spitzen entstehen.
Nicht zu lange schlagen
Sobald die Sahne stabil ist, stoppen Sie.
Wird sie zu lange geschlagen, trennt sich das Fett und die Sahne wird körnig. Schließlich entsteht Butter.
Chef-Tipp:
Für dieses Dessert sollte die Sahne stabil, aber noch cremig sein. Extrem steife Sahne lässt sich schwieriger gleichmäßig verteilen.
Dessert zusammensetzen
17. Form vorbereiten
Verwenden Sie eine Form von ungefähr 25 × 15 × 7 cm.
Sie können sie direkt verwenden oder mit Backpapier beziehungsweise Frischhaltefolie auskleiden.
Eine Auskleidung ist besonders praktisch, wenn Sie das Dessert später komplett aus der Form heben möchten.
18. Erste Cremeschicht verteilen
Geben Sie eine dünne Schicht Vanillecreme auf den Boden der Form.
Sie muss nicht dick sein. Die erste Schicht dient hauptsächlich dazu, den Blätterteig an seinem Platz zu halten.
19. Erste Blätterteigschicht einlegen
Legen Sie gebackene Blätterteigstreifen auf die Creme.
Brechen Sie einzelne Streifen bei Bedarf, damit der Boden möglichst gleichmäßig bedeckt ist.
Kleine Lücken sind kein Problem.
Nicht festdrücken
Drücken Sie den Blätterteig nur ganz leicht in die Creme.
Zu starkes Pressen zerstört die luftigen Schichten.
20. Vanillecreme verteilen
Geben Sie nun eine großzügige Schicht Vanillecreme auf den Blätterteig.
Verteilen Sie sie vorsichtig mit einem Spatel.
Ziehen Sie den Spatel lieber über die Oberfläche, statt kräftig nach unten zu drücken.
21. Sahneschicht hinzufügen
Verteilen Sie etwas geschlagene Sahne auf der Vanillecreme.
Arbeiten Sie behutsam, damit die Sahne luftig bleibt.
Zwei Möglichkeiten
Sie können:
- Vanillecreme und Sahne als getrennte Schichten verwenden,
- oder einen Teil der Sahne vorsichtig unter einen Teil der Vanillecreme heben.
Getrennte Schichten ergeben einen interessanteren Kontrast und entsprechen diesem Rezept besonders gut.
22. Weitere Schichten aufbauen
Wiederholen Sie die Reihenfolge:
- Blätterteig
- Vanillecreme
- Sahne
- Blätterteig
- Vanillecreme
Arbeiten Sie weiter, bis die Zutaten verbraucht sind.
Die oberste Schicht sollte aus Creme oder Sahne bestehen, damit die Blätterteigkrümel gut haften.
23. Blätterteigkrümel herstellen
Zerdrücken Sie die zuvor zurückgelegten gebackenen Blätterteigstücke grob mit den Fingern.
Die Krümel sollten unterschiedlich groß sein.
Sehr feines Pulver allein wirkt weniger appetitlich. Kleine und größere knusprige Stücke ergeben eine schönere Oberfläche.
24. Dessert dekorieren
Bestreuen Sie die Oberfläche großzügig mit den Blätterteigkrümeln.
Optional können Sie zusätzlich verwenden:
- Puderzucker
- weiße Schokoladenraspel
- frische Beeren
Puderzucker sollte möglichst erst kurz vor dem Servieren aufgetragen werden, da er im Kühlschrank Feuchtigkeit aufnehmen und verschwinden kann.
Kühlzeit
25. Mindestens 3 Stunden kühlen
Decken Sie die Form ab und stellen Sie das Dessert für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank.
Noch besser sind 5–6 Stunden oder eine Nacht.
Warum ist die Kühlzeit entscheidend?
Während dieser Zeit:
- wird die Vanillecreme vollständig fest,
- verbinden sich Creme und Blätterteig,
- nimmt der Blätterteig etwas Feuchtigkeit auf,
- bleibt im Inneren aber noch leicht strukturiert,
- lässt sich das Dessert sauberer schneiden.
Direkt nach dem Zusammensetzen wäre es sehr schwierig zu portionieren.
26. Richtig anschneiden
Nehmen Sie das Dessert etwa 5–10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank.
Verwenden Sie ein großes, scharfes Messer.
Für besonders saubere Stücke:
- Messer in heißes Wasser tauchen.
- Gründlich abtrocknen.
- Einen Schnitt machen.
- Klinge reinigen.
- Vorgang wiederholen.
Drücken Sie beim Schneiden nicht zu stark. Lassen Sie das Messer durch die Schichten gleiten.
Chef’s Best Tips
1. Blätterteig wirklich goldbraun backen
Zu heller Blätterteig bleibt weich und kann teigig schmecken. Eine schöne goldbraune Farbe sorgt für mehr Aroma und bessere Textur.
2. Creme ständig rühren
Besonders sobald sie heiß wird, kann die Stärke am Topfboden sehr schnell fest werden.
3. Mehl und Stärke sieben
Damit vermeiden Sie Klümpchen von Anfang an.
4. Milch schrittweise hinzufügen
So lässt sich die dicke Eiermasse leichter glatt rühren.
5. Creme nach dem Andicken noch kurz kochen
Etwa 1 Minute reicht, damit die Stärke vollständig aktiviert wird.
6. Butter erst nach dem Kochen einarbeiten
Dadurch wird die Creme besonders glatt und glänzend.
7. Folie direkt auf die Creme legen
So entsteht beim Abkühlen keine Haut.
8. Alle Komponenten vollständig abkühlen lassen
Warme Creme oder warmer Blätterteig würden die Sahne instabil machen.
9. Sahne nicht überschlagen
Sie soll fest, aber cremig bleiben.
10. Nicht zu viel Creme auf einmal zwischen die Schichten geben
Mehrere dünnere Schichten ergeben ein schöneres Verhältnis zwischen Creme und Blätterteig.
11. Dessert über Nacht kühlen
Am nächsten Tag lässt es sich besonders gut schneiden und schmeckt harmonischer.
12. Krümel erst oben aufstreuen
So bleibt die Oberfläche optisch attraktiv und erhält einen leichten Crunch.
Häufige Fehler und ihre Lösungen
Die Creme wird nicht dick
Mögliche Ursachen:
- sie wurde nicht heiß genug,
- die Stärke wurde nicht vollständig aufgekocht,
- zu viel Milch wurde verwendet.
Erhitzen Sie die Creme weiter unter ständigem Rühren, bis sie deutlich eindickt.
Die Creme ist klumpig
Sie wurde wahrscheinlich zu schnell erhitzt oder nicht ausreichend gerührt.
Lösung:
- durch ein feines Sieb streichen,
- oder kurz mit dem Stabmixer glätten.
Die Creme ist am Boden angebrannt
Die Temperatur war zu hoch oder es wurde nicht ständig gerührt.
Gießen Sie die obere Creme sofort in einen sauberen Topf, ohne den angebrannten Boden abzuschaben.
So kann eventuell noch ein Teil gerettet werden.
Die Sahne wird nicht fest
Mögliche Gründe:
- Sahne war zu warm,
- Fettgehalt war zu niedrig,
- Schüssel war warm.
Verwenden Sie Sahne mit mindestens 30 % Fett und kühlen Sie sie vorher gründlich.
Die Sahne ist körnig geworden
Sie wurde zu lange geschlagen.
Falls sie nur leicht körnig ist, geben Sie 1–2 Esslöffel flüssige kalte Sahne hinzu und rühren Sie vorsichtig.
Der Blätterteig ist weich
Nach mehreren Stunden in der Creme wird Blätterteig zwangsläufig etwas weicher. Das gehört zu diesem Dessert.
Für mehr Crunch können Sie einen Teil der Krümel erst unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.
Das Dessert lässt sich nicht sauber schneiden
Es wurde wahrscheinlich nicht lange genug gekühlt.
Stellen Sie es mindestens weitere 1–2 Stunden in den Kühlschrank.
Für besonders feste Stücke kann das Dessert vor dem Schneiden 15–20 Minuten ins Gefrierfach gestellt werden.
Die Schichten verrutschen
Die Creme war möglicherweise noch zu warm oder zu weich.
Kühlen Sie sowohl Creme als auch Sahne ausreichend, bevor Sie das Dessert zusammensetzen.
Geschmacksvariationen
Zitronen-Vanille
Geben Sie fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone zur Creme.
Orangencreme
Ergänzen Sie etwas Bio-Orangenschale und ersetzen Sie einen Teil der Vanille durch Orangenaroma.
Schokoladenvariante
Rühren Sie 100 g gehackte dunkle Schokolade in die heiße Vanillecreme.
Kaffeevariante
Lösen Sie 2 Teelöffel Instant-Espressopulver in etwas warmer Milch auf und geben Sie es zur Creme.
Beeren-Dessert
Verteilen Sie zwischen einzelnen Schichten einige frische Himbeeren oder Erdbeerscheiben.
Verwenden Sie nicht zu viele Früchte, da sie zusätzliche Flüssigkeit abgeben.
Aufbewahrung
Bewahren Sie das Dessert immer abgedeckt im Kühlschrank auf.
Haltbarkeit: etwa 2–3 Tage.
Mit jedem Tag wird der Blätterteig etwas weicher. Geschmacklich bleibt das Dessert jedoch weiterhin sehr angenehm.
Für die beste Kombination aus Creme und leichter Knusprigkeit empfehle ich, es innerhalb von 24 Stunden zu servieren.
Kann man das Dessert einfrieren?
Das ist grundsätzlich möglich, aber nicht optimal.
Die Vanillecreme und Sahne können nach dem Auftauen etwas Wasser abgeben und ihre glatte Konsistenz verlieren.
Falls Sie es dennoch einfrieren möchten:
- Dessert vollständig kühlen.
- In einzelne Portionen schneiden.
- Luftdicht verpacken.
- Maximal 1 Monat einfrieren.
- Langsam über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Nutrition
Ungefähre Nährwerte pro Portion bei 12 Portionen:
- Kalorien: etwa 430–460 kcal
- Eiweiß: etwa 8–9 g
- Fett: etwa 25–28 g
- Kohlenhydrate: etwa 45–50 g
- davon Zucker: etwa 21–24 g
- Ballaststoffe: etwa 1 g
- Salz: etwa 0,4–0,6 g
Die tatsächlichen Werte hängen von der verwendeten Milch, Butter, Sahne und dem Blätterteig ab.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Kann ich fertigen Blätterteig verwenden?
Ja. Blätterteig aus dem Kühlregal ist für dieses Rezept ideal und spart viel Zeit.
Muss Tiefkühl-Blätterteig vorher aufgetaut werden?
Ja. Lassen Sie ihn nach Packungsanweisung auftauen, bevor Sie ihn schneiden.
Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja. Die Zuckermenge in der Creme kann auf etwa 150–170 g reduziert werden.
Die Creme schmeckt dann weniger süß und etwas stärker nach Vanille und Milch.
Kann ich Vanillezucker statt Vanilleextrakt verwenden?
Ja. Verwenden Sie etwa 8–16 g Vanillezucker und reduzieren Sie die normale Zuckermenge entsprechend.
Kann ich nur Stärke und kein Mehl verwenden?
Ja. Verwenden Sie insgesamt etwa 100–110 g Maisstärke.
Die Creme wird dadurch glatter und puddingartiger, aber etwas weniger kompakt.
Kann ich nur Mehl verwenden?
Das ist möglich, aber die Creme bekommt eine schwerere, weniger seidige Textur.
Die Kombination aus Mehl und Stärke ergibt das ausgewogenste Ergebnis.
Welche Milch eignet sich am besten?
Vollmilch mit etwa 3,5 % Fett ergibt die cremigste Füllung.
Fettarme Milch funktioniert ebenfalls, die Creme schmeckt jedoch etwas leichter.
Kann ich Pflanzenmilch verwenden?
Ja. Ungesüßte Soja- oder Hafermilch funktionieren meist gut.
Je nach Produkt kann die Creme etwas anders binden.
Muss die Butter unbedingt hinein?
Nein, aber sie verbessert Geschmack, Glanz und Cremigkeit deutlich.
Sie können die Menge auf 70–80 g reduzieren.
Kann ich die Sahne weglassen?
Ja. Dann erhalten Sie ein Dessert mit kräftigerer Vanillecreme und weniger luftiger Konsistenz.
Kann ich Mascarpone statt Sahne verwenden?
Ja. Verrühren Sie 250 g Mascarpone mit 50–80 ml Sahne und etwas Puderzucker.
Das Dessert wird dadurch deutlich reichhaltiger.
Wie verhindere ich eine Haut auf der Creme?
Legen Sie Frischhaltefolie direkt auf die noch heiße Creme.
Warum muss die Creme abkühlen?
Warme Creme würde die Sahne schmelzen und den Blätterteig sofort stark aufweichen.
Kann ich die Creme am Vortag zubereiten?
Ja. Bewahren Sie sie mit Folie direkt auf der Oberfläche im Kühlschrank auf.
Rühren Sie sie vor dem Schichten kurz glatt.
Kann ich das gesamte Dessert am Vortag vorbereiten?
Ja. Tatsächlich lässt es sich am nächsten Tag besonders gut schneiden.
Die Blätterteigschichten werden allerdings etwas weicher.
Wie bekomme ich mehr Crunch?
Bewahren Sie einen Teil der gebackenen Blätterteigkrümel separat auf und streuen Sie ihn erst unmittelbar vor dem Servieren auf die Oberfläche.
Welche Formgröße eignet sich?
Etwa 25 × 15 × 7 cm ist ideal. Eine etwas größere Form ist ebenfalls möglich, dann werden die einzelnen Schichten dünner.

Cremiges Blätterteig-Dessert mit Vanillecreme
Anleitungen
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Blätterteig in etwa 1,5 cm breite Streifen schneiden.
- Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 15–20 Minuten goldbraun backen. Vollständig abkühlen lassen.
- Eier und Zucker in einem Topf glatt verrühren.
- Mehl und Maisstärke sieben und einrühren.
- Vanille hinzufügen.
- Milch zunächst portionsweise, danach vollständig einrühren.
- Die Mischung bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen.
- Sobald die Creme dick wird und aufkocht, noch etwa 1 Minute rühren.
- Topf vom Herd nehmen und Butter vollständig einrühren.
- Creme mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken und vollständig auskühlen lassen.
- Kalte Sahne mit Puderzucker steif, aber noch cremig schlagen.
- Einige Blätterteigstücke für die Dekoration zurücklegen.
- In einer Form abwechselnd Blätterteig, Vanillecreme und Sahne schichten.
- Die oberste Schicht mit grob zerdrückten Blätterteigkrümeln bestreuen.
- Dessert mindestens 3 Stunden, besser 5–6 Stunden, im Kühlschrank fest werden lassen.
- Mit einem heißen, trockenen Messer in Stücke schneiden und gekühlt servieren.
